Bei jeder zweiten Neuzulassung in Norwegen handelt es sich um ein elektrisches oder teilelektrisches Auto.

Norwegen hängt alle anderen ab, wenn es um emissionsfreie Elektro-Autos oder Hybridautos geht. Vergangenes Jahr waren mehr als die Hälfte aller Neuwagen, die in Norwegen zugelassen wurden, vollelektrische oder teilelektrische Autos. Der Informationsbeirat für Straßenverkehr OFV in Oslo hat kürzlich folgende Zahlen veröffentlicht: 20,9 Prozent aller Neuzulassungen 2017 waren komplett emissionsfreie Autos (hauptsächlich Elektroautos, aber auch ein geringer Anteil wasserstoffbetriebenen Autos ist hier enthalten) und 31,3 Prozent waren Hybridfahrzeuge.

Schon im Jahr davor hatte Norwegen einen beträchtlichen Anteil an Elektro- und Hybridautos, damals machten diese 15,7 und 24,5 Prozent aller Neuzulassungen aus. Dass ausgerechnet das Land, das Westeuropas größter Ölproduzent ist, so viele emissionsfreie Autos und Autos mit geringen Emissionswerten zulässt, liegt daran, dass es starke steuerliche Anreize gibt, sich einen solchen Wagen zu kaufen. Norwegen hat sich das Ziel gesetzt, bis 2025 keine Autos mit Verbrennungsmotor mehr zuzulassen und E-Autos deshalb komplett von der Steuer befreit. Weitere Vorteile die man den Lenkern von Elektroautos zu Teil werden lässt, sind die Befreiung von Mautgebühren, Gratisbenutzung von Fähren, kostenfreie Parkplätze oder auch das Fahren auf Busspuren.

Österreich ist zwar weit von den norwegischen Zahlen entfernt, aber auch hier können wir stetigen Zuwachs bei der Zulassung von E-Autos und Hybridfahrzeugen verzeichnen. Spitzenreiter in einem Bezirksranking des VCÖ ist hier Wiens Innenstadt, wo letztes Jahr 228 Elektroautos zugelassen wurden, das entspricht einem Anteil von rund 10 Prozent. Auf Platz zwei in der gesamtösterreichischen Statistik landet Waidhofen an der Thaya mit 33 E-Wägen, was einem Anteil von 3,7 Prozent entspricht. Danach folgen Wien Mariahilf mit 21 Fahrzeugen (3,4 Prozent) und Wien Margareten, wo auch 21 E-Autos (3,1 Prozent) neu zugelassen wurden.

Laut VCÖ sind 94 Prozent aller Wege, die in Österreich zurückgelegt werden, kürzer als 50 Kilometer und 60 Prozent sogar kürzer als zehn Kilometer. Für diese Strecken könnte man also sehr gut auf ein elektrisches Fahrzeug umsteigen, auch in ländlichen Regionen. Vor allem am Land wohnen viele Leute in Einfamilienhäusern mit Garage oder eigenem Autoabstellplatz, mit einer Photovoltaikanlage könnte man hier sogar selbst die Energie produzieren, die man zum Laden braucht.

Mehr zu Mobilität

In dieser Kategorie sammeln sich Innovationen rund um den Einsatz von Solarenergie, Windkraft und Elektromobilität sowie Beiträge zur Förderung der Sicherheit im Straßenverkehr. Mit folgenden Links gelangst du der Reihe nach zu mehr Artikel in diesem Themenbereich für Einsteiger bis zu Profis.

Bild: Pexels

Comments are closed.