Wir sind Rost im Leitungswasser auf den Grund gegangen und haben alle Infos gesammelt.

Rost im Leitungswasser – was bedeutet das? Dreht man den Wasserhahn auf, erwartet man klares, kühles erfrischendes Wasser. Kommt stattdessen eine rotbraune Brühe heraus, sieht es unappetitlich aus und ist mit metallischem Geschmack nicht gerade ein Genuss. Der Rost selbst ist dabei nicht giftig. Er kann allerdings ein Zeichen dafür sein, dass Schäden an der Rohrleitung vorliegen und weitere, gesundheitsschädigende Stoffe im Leitungswasser enthalten sind.

Rost im Leitungswasser
Rost im Leitungswasser

Alle Infos zu Rost im Leitungswasser

Wasser enthält von Natur aus Eisen. Für Trinkwasser liegt ein Grenzwert von 0,2 mg/l vor, da ab dieser Konzentration Eisenionen ausflocken können. Nach deren Oxidation ist das Wasser dann verfärbt und geschmacklich verändert. (1) Kommt Rost aus dem Wasserhahn, ist der Eisengehalt mit hoher Wahrscheinlichkeit in der hauseigenen Trinkwasserinstallation angestiegen. In vielen Fällen ist die Ursache die Korrosion von alten, verzinkten Stahlrohren, aus denen sich das Eisen löst. Schlecht verzinkte Stahlrohre oder Mischinstallationen mit unterschiedlichen Metallen sind besonders korrosionsanfällig. (2) Die schützende Zinkschicht kann sich auch in Folge von langer Stagnation oder zu hoher Temperatur des Wassers lösen. (3)

Rost im Wasser kann ein Zeichen für Verkeimung sein

Rostiges Wasser hinterlässt nicht nur hässliche rotbraune Flecken auf der Wäsche. Die Korrosionspartikel können Dichtungen zerstören und Siebe und Ventile von Wasch- und Spülmaschine verstopfen. (4) Zudem lockt eine hohe Eisenkonzentration im Wasser eine besondere Art von Bakterien an, die das Eisen verstoffwechseln und in oxidierter Form wieder ausscheiden (Verockerung). Diese Ausscheidungsprodukte sind dem Rost sehr ähnlich. Sie bilden Biofilme in den Wasserleitungen und führen zu Verstopfungen. Hier nisten sich auch gerne Krankheitserreger ein.

Mit Rost liegen oft Schwermetalle im Wasser vor

Vom Rost allein geht keine Gesundheitsgefahr aus. Jedoch liegen mit hoher Wahrscheinlichkeit weitere Korrosionsprodukte aus der Rohrleitung vor, die sehr wohl gesundheitsschädlich sein können. So kann das Wasser mit Schwermetallen wie Kupfer, Zink, Blei oder Cadmium belastet sein. (5) Da Säuglinge besonders empfindlich auf Schadstoffe reagieren, sollte man mit rostigem Wasser keine Babynahrung zubereiten.

Bei rostigem Leitungswasser empfiehlt es sich, das Wasser auf Keime und Schwermetallbelastung untersuchen zu lassen, um gesundheitliche Risiken und/oder größere Schäden an den Wasserleitungen ausschließen zu können.

Quellen:
(1) http://www.ifau.org/trinkwasser/smetalltwinfo-uebersicht.htm
(2) http://www.ua-bw.de/pub/beitrag.asp?subid=0&Thema_ID=2&ID=476&Pdf=No
(3) http://images.umweltberatung.at/htm/schwermetalle_infoblatt-wasser-06-09.pdf
(4) http://www.bwt.at/de/service/faq/welcheauswirkungen.htm
(5) http://www.gwkiefer.de/wp-content/uploads/2012/03/Schwermetalle.pdf

Artikelbild: Shutterstock/BLUR LIFE 1975, Beitragsbild: Shutterstock/Tricky_Shark

 

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