Bewohner sollen sich so wohl wie im eigenen Wohnzimmer fühlen.

Dass man in Groningen schon seit Jahrzehnten eine konsequente Politik verfolgt, um das Radfahrern und Zufußgehen, vor allem im Stadtzentrum, zu fördern, haben wir hier (Link anderer Groningen Artikel bitte hier einfügen) kürzlich berichtet. Die Maßnahmen, die seit den 1970er Jahren umgesetzt wurden, haben Groningen den Titel Fahrradhauptstadt eingetragen, hier radeln die Bewohner noch mehr als in Kopenhagen oder Amsterdam. Wie berichtet, tut die Stadt alles um Autos aus dem Zentrum draußen zu halten, nun will man auch die Busse aus dem Stadtkern verbannen.

Vision der Gemeinde Groningen ist es, das Zentrum zum „Wohnzimmer“ der Einwohner zu machen. Momentan streiten Radfahrer, Fußgänger und öffentlicher Verkehr um den knappen Platz, weshalb die Stadtregierung den Vorschlag eingebracht hat, die Bushaltestellen im Stadtzentrum aufzulassen. Dieser Vorschlag wurde von einer Mehrheit angenommen. Zukünftig sollen Busse also nicht mehr durch das Zentrum verkehren, sondern außen herumfahren und auch halten. Die näheste Haltestelle zum Grote Markt, dem Hauptplatz der Stadt, welcher zur Zeit auch eine der meistfrequentierten Haltestellen der Stadt (bzw. sogar der gesamten Provinz) ist, soll dann etwa 200 Meter entfernt sein.

Hier findet man eine Grafik, die in der Tageszeitung De Volkskrant veröffentlicht wurde, in der die neuen Busrouten und Haltestellen in rosa eingezeichnet sind, die gelb markierten Straßen werden (bzw. sind teilweise bereits) reine Fußgängerzonen.

Natürlich erntete der Vorschlag nicht nur Zustimmung, auch Kritiker haben sich zu Wort gemeldet. So stellen sich manche die Frage, wie sich das ganze auf die Geschäfte im Zentrum auswirken könnte. Die Frage was mit Menschen ist, die nicht so weit gehen können oder wollen, ist noch nicht endgültig beantwortet, doch zu den bereits angedachten Lösungen gehören kleine Pendlerbusse, ein kleiner elektrischer Zug oder sogenannte Snap Cabs (elektrische Golfwagerl). Taxis und Fahrtendienste dürfen weiterhin ins Zentrum fahren, denn die Stadt soll für alle, vor allem auch für mobilitätseingeschränkte Personen, sicherer und besser zugänglich werden.

Um das „Wohnzimmer“ für alle gemütlich und sicher zu machen, werden außerdem neue Bänke installiert, mehr Grünflächen und Spielplätze geschaffen, mehr Terrassen sollen eröffnet werden und überall soll es Internetzugang geben. Und Groningen wäre nicht Fahrradhauptstadt, würden die neuen Pläne nicht auch den Ausbau sichere Fahrradabstellmöglichkeiten im Zentrum und auch am Rand des Zentrums beinhalten.

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Bild: Wutsje

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