Fahrrad: Wird der Markt mit einem neuen Antrieb bald revolutioniert?
Fahrrad: Wird der Markt mit einem neuen Antrieb bald revolutioniert?
Ein neuer Antrieb aus Keramik soll mit rekordverdächtiger Effizienz den Fahrradmarkt revolutionieren.

Was der dänische Hersteller CeramicSpeed verspricht, klingt schon mal durchaus vielversprechend. Ein Fahrradantrieb, der ohne Kette und ohne Schmierung auskommt. Vorgestellt wurde der Keramikantrieb, der sich im Prototyp-Status befindet, dieses Jahr auf der weltweit größten Fahrradmesse – der Eurobike in Friedrichshafen. Dort sorgte der neuartige Antrieb für einiges Aufsehen. Kein Wunder, die prognostizierten Daten lesen sich wie eine mögliche Revolution vor allem im Rennradbereich: 99 Prozent effektive Kraftübertragung und 49 % weniger Reibung!

Deutlich weniger Reibungsverluste am Fahrrad

So effizient wird der Antrieb durch die Kombination aus Kugellager und Kardanwelle. Konkret heißt das, dass die Kraft von 21 Kugellagern aus Keramik und einer Kardanwelle (darunter versteht man eine Gelenkwellenkombination mit einem oder zwei Kreuzgelenken) übertragen wird, wodurch Reibungsverluste deutlich abnehmen. DrivEN heißt das vorgestellte Antriebsmodell, das zukünftig mit 13 Gängen bei einem Übersetzungsverhältnis von 376 Prozent auch im Wettstreit um die meisten Gänge bei hydraulischen Schaltsystemen bestehen soll. 

 

Neben der Effizienz des Antriebs wird er durch den Wegfall von Schaltwerk und Kette auch leichter sein als ein klassischer Kettenantrieb – und soll den Wartungs- und Reparaturaufwand deutlich minimieren. Dadurch, dass selbst bei einer hohen Gangzahl also weniger Teile hervorstehen, soll sich der  DrivEN von CeramicSpeed auch positiv auf die Aerodynamik auswirken. 

Marktreife noch Zukunftsmusik

Im jetzigen Entwicklungsstatus ist der Antrieb noch weit von der Marktreife entfernt. Um dies zu ändern, ist CeramicSpeed auf der Suche nach Partnern. Denn durch die heutige Bauweise kann der DrivEN in aktuelle Fahrradrahmen gar nicht eingebaut werden. Für die Präsentation auf der Messe in Friedrichshafen musste daher ein Fahrrand extra umgebaut werden. Es wird also noch einige Zeit dauern, bis die prognostizierten Vorteile unter realen Rahmenbedingungen getestet werden können.  

Quellen: ingenieur.detrendsderzukunft.de
Video: 
Fahrrad-XXL.de
Bild: pixabay.com


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