Radfahren und Autofahren muss kein Gegeneinander sein
Tipps für ein gesundes Miteinander auf der Straße.

Kaum etwas sorgt für mehr Konflikte und gegenseitiges Unverständnis im Straßenverkehr wie das Miteinander von Radfahrern bzw. Radfahrerinnen und Autofahrern bzw. Autofahrerinnen. Natürlich, auf beiden Seiten gibt es solche und solche. Doch oft genug kommt es zu Situationen, die mehr wie ein Gegeneinander wirken. Unfälle sind die Folge – oder zumindest Wut auf den jeweils anderen. Doch das muss nicht sein. Schließlich geht es um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer. Hier haben wir die wichtigsten Tipps für dich zusammengefasst – egal, ob du mit dem Auto oder mit dem Rad in der Stadt unterwegs bist.

  1. Du nimmst mit einem Fahrzeug am Straßenverkehr teil. Verhalte dich entsprechend. Das gilt vor allem für Radfahrer und Radfahrerinnen. Fahre so sicher und kompetent, wie du auch mit dem Auto würdest. Mit dem Auto würdest du nicht am Gehweg fahren, oder? Und du würdest auch nicht mal schnell bei roter Ampel über die Kreuzung brausen, stimmt’s?
  2. Sehen und gesehen werden. Radfahrerinnen und Radfahrer nehmen nicht so viel Raum ein wie Autos. Deshalb werden sie leicht übersehen. Behalte unbedingt zu jedem Zeitpunkt den Überblick über das Verkehrsgeschehen. Versichere dich außerdem immer, dass du gesehen wirst, vor allem, wenn du die Richtung änderst.
  3. Fahre eindeutig und berechenbar, wenn du mit dem Fahrrad unterwegs bist. Dazu gehört, vor jeder Richtungsänderung ein Blick zur Seite und Handzeichen zu geben. Und ganz wichtig: Fahre innerlich defensiv! Rechne damit, dass dir ein Autofahrer den Vorrang nimmt oder dass du übersehen oder geschnitten werden könntest.
  4. Sei dir bewusst, dass du als Radfahrer oder Radfahrerin auf jeden Fall dem größeren Verletzungsrisiko ausgesetzt bist als jemand, der im Auto sitzt. Egal, wer die Schuld an einem Unfall tragen würden. Sei dir auch als Autofahrer bewusst, dass der Radfahrer und die Radfahrerin dieser Verletzungsgefahr ausgesetzt sind, wenn du Fehler machst. Fahre also besonders aufmerksam, wenn Radfahrer und Radfahrerinnen in der Nähe sind.
  5. Halte mindestens einen Meter Seitenabstand, wenn du als Autofahrer oder Autofahrerin einen Radfahrer oder eine Radfahrerin überholst. Die Radlobby empfiehlt sogar ein Minimum von 1,5 Metern Seitenabstand. Weniger Abstand ist gefährlich und für die Person am Rad außerdem extrem unangenehm. Ist die Straße zu schmal, musst du leider auf das Überholmanöver verzichten.
  6. Öffne deine Fahrertüre immer mit der rechten Hand und versichere dich, dass sich kein Radfahrer und keine Radfahrerin neben oder hinter deinem Auto befindet. Dooring-Unfälle, also Unfälle durch plötzlich geöffnete Autotüren, gehören zu den größten Gefahren, denen Radfahrer und Radfahrerinnen ausgesetzt sind. Am Rad hat man keinerlei Chance, auszuweichen, wenn eine Autotüre plötzlich geöffnet wird. Solche Unfälle enden in den meisten Fällen mit schweren und sogar tödlichen Verletzungen.

Quellen:

berndsluka.de: „Die 10 Gebote des sicheren Radfahrens“;

www2.radlobby.at: „Abstand macht sicher!“

Foto: pixabay/Timelynx


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