Fotocredit: Pixabay/congerdesign
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Über sechs Milliarden Tonnen Lebensmittel landen jedes Jahr im Mistkübel. Und zwar nur in privaten Haushalten. Vieles davon hätte man aber noch wunderbar verwerten und verzehren können.

Es ist wirklich fast nicht zu glauben, wie viele Lebensmittel, die eigentlich noch wunderbar und nicht schlecht waren, jeden Tag im Müll landen. Besonders häufig betroffen sind Obst und Gemüse, beides zusammen macht mehr als 1/3 des Lebensmittelabfalls aus. Danach kommen gekochte Speisen, deren Reste im Mistkübel landen und knapp danach Brot und Gebäck. 

Dabei kann man doch aus den meisten Resten und Lebensmitteln, die vielleicht nicht mehr taufrisch sind noch so tolle Sachen zaubern.

DIE BESTEN TIPPS FÜRS VERWENDEN STATT VERSCHWENDEN

1- OBST&GEMÜSE

Häufig wird Obst beispielsweise nur deswegen entsorgt, weil es den ein oder anderen Schönheitsfehler hat. Braune Bananen beispielsweise werden immer noch besser, je brauner sie werden. Ihre natürliche Süße eignet sich perfekt für Bananenbrot, gefroren und aufgemixt als Low Carb Eis oder auch einfach statt Datteln oder Ahornsirup im Smoothie. 

Fotocredit: Pixabay/marijana1
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Bei Gemüse schneiden wir schon bei der Zubereitung viel zu viel weg, das wäre gar nicht notwendig. Hier hast du beispielsweise die Möglichkeit die Abschnitte vom Gemüse (z.B. Zwiebelschale, Karottenenden etc.) in einem verschließbaren Behälter zu sammeln. Wenn du dann genügend zusammen hast, lässt sich daraus eine herrliche Gemüsesuppe zaubern. 
TIPP: damit die Gemüseabschnitte nicht schlecht werden, während du sie noch sammelst, frier sie doch einfach ein bis zur Verwendung. 

2- BROT UND GEBÄCK 

Bei Brot und Gebäck sind den Verwendungsmöglichkeiten wirklich beinahe keine Grenzen gesetzt. Wenn die Semmel hart geworden ist, dann brich sie einfach in ein paar kleinere Stücke, gib die Stücke in den Standmixer und schon hast du deine home made Semmelbrösel. 

Fotocredit: Pixabay/Hans
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Genauso gut kannst du aus härterem Brot Croutons für deine Suppe oder deinen Salat machen, Brotwürfel, die du noch extra trocknen lässt für die nächsten Semmelknödel. Eine besonders schmackhafte Option für nicht mehr ganz fluffiges Weißbrot ist übrigens ein French Toast oder ein Scheiterhaufen. Hier merkst du am Ende nicht mal mehr, dass dein Brot vielleicht schon einen Tag älter war als gewohnt und tust sowohl deinem Gaumen, als auch unserer Umwelt etwas Gutes. 

3- BEREITS GEKOCHTE BEILAGEN

Besser als das geht kaum noch, denn wenn du bereits gekochten Reis, Nudeln oder Kartoffeln im Kühlschrank hast, dann hat das gleich mehrere Vorteile. Einerseits für dein Zeitmanagement, wenns mal schnell gehen muss, denn aus den gekochten Beilagen lassen sich im Handumdrehen eine Menge Gerichte zubereiten. Andererseits auch für deine Gesundheit, denn Reis und Kartoffeln bilden nach einiger Zeit im Kühlschrank resistente Stärke, die sich positiv auf deine Darmgesundheit auswirkt. 

Fotocredit: Pixabay/neciodesalida
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Wenn du beispielsweise noch eine Schüssel Cremesuppe vom Vortag übrig hast, dann versuch doch mal die bereits gekochten Nudeln in der Schüssel daneben mit der Suppe zu kombinieren und schon hast du ein ausgezeichnetes Pasta Gericht. Zahlreiche Gerichte aus der Pfanne, Aufläufe und Co. gehen dann auch schnell von der Hand. 
Lass deiner Kreativität hier auch mal freien Lauf und kombiniere Neues miteinander. Du wirst sehen, das bringt Spaß in der Küche und plötzlich eröffnen sich einem ganz neue Geschmäcker. 

4- VERSCHENKEN UND FREUDE BRINGEN

Was immer eine Option ist, die Lebensmittel weiterzugeben, wenn du selbst keine Verwendung mehr dafür hast. Vielleicht hast du Lust ein kleines Package für Freunde oder Familie zusammen zustellen oder sogar mal deinen Nachbarn eine kleine Freude zu bereiten?! 

Auch ein sehr guter Tipp sind sonst Gruppen auf diversen Plattformen, die immer wieder auf Foodsharing Suche sind. In Wien gibt es beispielsweise auch an unterschiedlichen Orten „Fairteiler“ Kühlschränke und Sammelstellen, an denen du Lebensmittel abgeben kannst.