heating your home office for 8 pence a day - Dylan Winter (KeepTurningLeft.co.uk)
heating your home office for 8 pence a day - Dylan Winter (KeepTurningLeft.co.uk)
Dylan Winter, ein englischer Journalist, heizt sein Arbeitszimmer mit 8 Teelichtern und zwei Ton-Blumentöpfen.

Wird es einmal richtig kalt, können die Heizkosten schon ordentlich in die Höhe rasen. Nicht nur Leute, denen das Geld ohnehin schon knapp wird, sind auf der Suche nach praktischen Methoden, wie man ein Zimmer halbwegs warm bekommt, ohne dafür ein Vermögen ausgeben zu müssen.

Der englische Journalist und Blogger Dylan Winter hat vor zwei Jahren ein Video online gestellt, wie er mit ein paar Teelichtern und zwei Blumentöpfen einen minimalistischen Ofen kreiert und damit sein Arbeitszimmer zumindest so weit heizen kann, dass ein bequemes Arbeiten für ihn möglich ist.

Wie ist der Preis möglich?

100 Teelichter mit einer Brenndauer von 4h gibt es bei Ikea für € 1,99. Dylan Winter verbraucht für seine Arbeitszeit von 8h zwei mal vier Teelichter: bei einem Stückpreis von 4 Cent verbraucht man 32 Cent pro Tag, oder einen Euro alle drei Tage. Vor zwei Jahren, als das Video gedreht wurde kosteten die Teelichter übrigens noch die Hälfte. (Damit kann man mit Fug und Recht dass die Heizkosten innerhalb kurzer Zeit um 50% gestiegen sind – mehr als bei allen anderen Heizsystemen.)

Was braucht man?

  • Teelichter
  • Topf-Untersetzer
  • Feuerbeständige Schale. zB eine Auflaufform
  • Zwei Blumentöpfe aus Ton, die man bequem ineinander stellen kann.
  • Etwas Feuerfestes zum Abdecken des Lochs des inneren Blumentopfs. zB ein ausgebranntes Teelicht, eine kleine Keramikschale,…

Wie immer, wenn man mit offenen Flammen hantiert: vorsichtig sein und nur feuerfeste Materialien verwenden. Der Plastik-Blumentopf tut’s nicht.

Wie funktioniert es?

Man nimmt eine feuerbeständige Schale, zum Beispiel eine Backform oder eine Auflaufform, die klein genug ist, und stellt diese auf einen feuerfesten Untergrund, ein Untersetzer wäre möglich. (Bitte keine Zeitschrift wie im Video.) Man legt vier brennende Kerzen in die Mitte der Schale und stellt den kleineren der beiden Blumentöpfe über die brennenden Kerzen auf die Ränder der Schale. Man deckt das Loch oben ab, um die Hitze im inneren Blumentopf zu halten, und stellt den größeren Blumentopf darüber. Damit bildet sich eine natürliche Ventilation, die kalte Luft am inneren Blumentopf erwärmt und im Raum zirkulieren lässt.

Funktioniert das wirklich?

Die wichtigste Frage. Ich kann es (noch) nicht sagen. An sich steckt sehr wenig Energie in den Kerzen. Man müsste messen, wie sich die Temperatur in einem Raum durchschnittlicher Größte über die Zeit entwickelt, in der der Ofen brennt.

Ein Problem kann natürlich das bei der Verbrennung entstehende Kohlenmonoxyd sein, da die Abgase nicht durch einen Kamin ins Freie geleitet werden. Die Frage ist hier konkret, wie viele Schadstoffe (nicht nur Kohlenmonoxyd) die Kerzen überhaupt erzeugen, und wie der Raum beschaffen ist, in dem sich der Ofen befindet. Aber eine Idee, wie ich meine Pflanzen kosteneffektiv durch den Winter bringe, ist das allemal.

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