Der Schau- und Forschungsgarten am Karlsplatz stellt sich vor.

Simone Rongitsch – Gründermitglied des Gemeinschaftsgarten der Salat Piraten – leitet nun zusammen mit Sebastian Zettel den gemeinnützigen Verein Karls Garten im vierten Wiener Gemeindebezirk. Mitten am frequentiertesten Verkehrsknotenpunkt Wiens entstand ein Schau- und Forschungsgarten in Kooperation mit dem Restaurant Heuer sowie der Kunsthalle Wien. 18 Obstbäume und über 1.500 Setzlinge wachsen mitten am Karlsplatz auf rund 2.000 Quadratkilometern.

Das Team Karls Garten liefert Antworten auf die Frage: Kann man überhaupt Gemüse in der Stadt anbauen? Nicht zuletzt aufgrund der Feinstaubbelastung und Schadstoffe im urbanen Raum. In den dazu angelegten Forschungs-Hochbeeten wachsen dieselben Pflanzen in unterschiedlichen Substraten, welche geerntet und anschließend im Labor untersucht werden. Dadurch erforscht Karls Garten Umweltbedingungen städtischer Umgebung und deren Auswirkungen auf das Pflanzenwachstum.

Karls Garten dient jedoch nicht nur dem Forschungszweck sondern ist zugleich ein Schaugarten, der zum Anbau von Obst und Gemüse im urbanen Raum anregt. Die Bepflanzung im dicht bebauten Gebiet fordert platzsparende Lösungen. Karls Garten zeigt wie’s geht: Der Anbau in Form von Hochbeeten, Kistentürmen und der vertikalen Wand eignet sich bestens für private Balkone und Terrassen im urbanen Raum. Auf diese Weise finden sogar leere PET-Flaschen eine neue Verwendung.

Der Karlsplatz beherbergt nicht nur Obst und Gemüse, sondern auch notwendige kleine Helfer. Denn wie in der Natur am Land dürfen auch in der Stadt die Bienen nicht fehlen. Außerdem holt Karls Garten die Wiener Schnecke an ihren ursprünglichen Ort zurück, wo sie im eigens angelegten Schneckenbeet haust.

Wenn es nach Simone Rongitsch geht, sollte urbane Landwirtschaft bei jeder Stadtplanung mitgedacht und ein fester Bestanteil dieser werden. Wir sind gespannt auf ein weiteres Jahr Karls Garten.

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