Energie sparen ist gerade zu Zeiten der Wirtschaftskrise und des Klimawandels in aller Munde. Spezielle Strom sparende Technologien sollen helfen, die auf der ganzen Welt wachsende Energienachfrage zu bremsen. Elektronische…

Energie sparen ist gerade zu Zeiten der Wirtschaftskrise und des Klimawandels in aller Munde. Spezielle Strom sparende Technologien sollen helfen, die auf der ganzen Welt wachsende Energienachfrage zu bremsen.

Elektronische Geräte machen heute quasi vor niemandem mehr Halt. Jeder zweite Erdenbürger besitzt ein Handy – weltweit sind somit gut drei Milliarden Handys in Gebrauch! Dazu kommt, dass es in diesem Jahr laut der Internationalen Energieagentur IEA erstmals mehr als eine Milliarde Nutzer von Personal-Computern geben wird.

Der Energieverbrauch steigt ins Unermessliche
All diese Geräte bestimmen zunehmend die Energienachfrage. Wenn nichts getan wird, erhöht der gesamte Energieverbrauch von Geräten wie Handy und Laptops bis 2030 auf 1.700 Terawattstunden (TWh), wie die IEA in ihrem Bericht „Gadgets and Gigawatts“ darlegt. Das wäre drei Mal so viel wie heute. Und würde dem Gesamtverbrauch aller Haushalte der USA und Japans zusammen entsprechen.

Stromfresser Internet
Auch das Internet frisst Strom. Wie viel, kann niemand genau sagen. Zu viele Faktoren sind im Spiel: PC, Server, Router, Datenleistungen. Deshalb gibt es hier nur Hochrechnungen. In Deutschland könnten ab dem nächsten Jahr, also ab 2010, drei Atomkraftwerke allein für den Betrieb des Internets laufen, errechnete das Wuppertal-Institut für Klima, Umwelt, Energie im Jahr 2003. Das Problem ist, dass gerade Server, wie etwa die von Google, rund um die Uhr auf Hochtouren laufen – und zwar egal, ob ihre volle Leistung ausgenutzt wird oder nicht. Dass dabei laut Greenpeace rund 18,5 Mio. Tonnen CO2 und über 27 Tonnen hochradioaktiver Atommüll entstehen, ist ein wichtiger Aspekt.

Die Staaten müssen Strom sparen
Der größte Stromverbrauch entsteht aber bei der Internet-Nutzung immer noch in den Haushalten. Die IEA rief die Staaten deshalb auf, energiesparende Techniken durchzusetzen. Schon jetzt verbrauchten die Haushalte 15 Prozent der Energie für elektronische Geräte. Wenn nicht schleunigst eingegriffen werde, gefährdet der steigende Energiebedarf der Informations- und Kommunikationstechnik die Fortschritte im Kampf gegen Treibhausgase. Der Anstieg mache den Bau von 280 Gigawatt Kraftwerksleistung erforderlich. Maßnahmen zum Energiesparen könnten davon aber 260 Gigawatt überflüssig machen.

Quellen
www.apa-defacto.at
http://www.nachrichtenaufklaerung.de/index.php?id=107
zuletzt geöffnet am 15.05.09