Viel gehasst, viel gefürchtet – und doch nützlich: die Wespen sind besser als ihr Ruf. Hier einige Tipps, wie man sie vom Esstisch fernhält. Denn bis Mitte, Ende September teilen sie den Garten noch mit uns!

Wenn draußen im Garten gegrillt oder gar Süßes aufgetischt wird, dann sind sie nicht weit: die Wespen. Pünktlich im August tauchen sie in Mengen auf, und bis Mitte, Ende September – je nach Witterung – bleiben sie uns erhalten.

Das bedeutet für die Menschen meist Ärger, oft auch Angst. Schließlich sind die Stiche der Wespe schmerzhaft, und so mancher fürchtet auch allergische Reaktionen.
Trotzdem: die schlanken, schwarz-gelben Flieger sind eigentlich Nützlinge.

Wespe ist nicht gleich Wespe. Es gibt eine Reihe verschiedener Arten in unseren Breiten. Am häufigsten sind das hier bei uns die so genannte Deutsche Wespe und die so genannte Gemeine Wespe. Stechen tun nur die Weibchen. Sie brauchen ihren Stachel, um ihre Beute zu lähmen oder zu töten, und natürlich auch zum Schutz ihres Nestes.
Anders als die Biene verlieren sie ihren Stachel beim Stich in Menschenhaut nicht. Sie leben weiter und können auch ein zweites Mal stechen, wenn die „Gefahr“ nach dem ersten Stich nicht abgewendet sein sollte.

Was macht die Wespe nützlich?

Wespen sind nützlich. Die erwachsenen Tiere sind überwiegend Vegetarier, die sich von Blütennektar, Pollen und Früchten ernähren. Allerdings sind sie stets auf der Suche nach Fleisch und Zucker. Sie brauchen diese gehaltvolle Nahrung vor allem für die Aufzucht ihrer Jungen. Zu Ihrer Lieblingsbeute zählen Blattläuse, die lästigen Fliegen und die noch lästigeren Gelsen.

„Die umweltberatung“ gibt Tipps, wie man den Wespenansturm vermeiden kann, in dem man vermeidet, sie anzulocken – und sie abschreckt.

  • Mistkübel zudecken
  • Fallobst täglich wegräumen
  • Bier und Kuchen abdecken
  • Essensreste oder Futterreste von Haustieren entfernen
  • Mund und Hände nach dem Essen abwischen – insbesondere bei Kindern!
  • auf süße Parfums oder Haarsprays verzichten
  • Und die perfekte Abwehr: Eine Wesennest-Attrappe aufhängen.

Wenn die Wespen die Attrappe bemerken, vermuten sie ein feindliches Wespennest und fliegen davon. Solche Attrappen sind in Online-Shops erhältlich. „Ich habe eine solche Attrappe in meinem Garten aufgehängt und seither selbst bei Kindergeburtstagsfesten kein Problem mehr mit den Wespen“, berichtet Umweltberaterin DI Ingrid Tributsch aus der Praxis.

Gelassen bleiben

Wenn eine Wespe kommt, bleibt man am besten ruhig. Schläge und hektische Bewegungen werden – nicht ganz zu Unrecht – als Angriff gewertet; wer ruhig sitzen bleibt, hat kaum etwas zu befürchten.
Schwierig wird es, wenn sich die Wespe in die Kleidung hineinverirrt. Man kann die schwarzgelben Stachelträger aber einfach abstreifen.

Erste Hilfe

Hat eine Wespe zugestochen, ist es zwar ziemlich schmerzhaft, aber meist ungefährlich. Zuerst sollte die Einstichstelle schnell gekühlt werden. Auch eine frisch geschnittene Zwiebel, Essig oder zerriebener Spitzwegerich lindern die Entzündung.

Vorsicht: Bei Stichen im Mund oder bei Allergikern muss ein Arzt gerufen werden.

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