Luftfahrt
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Das Unternehmen Boom möchte die zivile Überschall-Luftfahrt revolutionieren. Sowohl für die Airlines als auch – mit absolut komfortablem Design – für die Passagiere.

Stell dir vor, du lebst in Washington und könntest an einem Tag nach London fliegen, um dort Geschäfte zu machen und deine Kunden zum Abendessen auszuführen. So weit nichts Besonderes. Aber jetzt stell dir vor, dass du am gleichen Tag abends wieder zu Hause in Washington bist, um deine Kinder ins Bett zu bringen. Den Atlantik fliegend in 3:32 Stunden statt in 7:18 überqueren, noch dazu mit höchstem Reisekomfort – das ist die Vision von Blake Scholl. Er ist Gründer von Boom Supersonic. Mit seinem Unternehmen, das seit September 2014 existiert, verfolgt er das Ziel, den Überschallflug als ​​Reisemainstream zu etablieren.

Luftfahrt im neuen Design: Fensterplatz für alle

Wirklich revolutionär ist der zivile Überschallflug dabei natürlich nicht. Doch so wirklich durchgesetzt hat er sich auch nicht. Nach der unglücklichen Geschichte der Concorde – dem ersten Flugzeug, das zivile Überschall-Linienflüge von 1976 bis 2003 möglich machte – stagnierte die Entwicklung dieser Reiseform. Vielleicht ist es Blakes privatem Interesse an der Luftfahrt, das schon in seiner Kindheit entstand, zu verdanken, dass sich das nun zu ändern scheint. Das Unternehmen des Besitzers einer Privatpilotenlizenz will nämlich bis 2023 ein Überschallflugzeug für 55 Passagiere herstellen. Dafür kombiniert Boom bewährte Materialien und Technologien mit einem absolut neuen Design, das die Luftfahrt sowohl für Passagiere als auch für Fluggesellschaften revolutionieren soll. Jeder Passagier hat sein großes persönliches Fenster, obwohl er gleichzeitig auch direkt am Gang sitzt – unter jedem Sitz ist außerdem ein großer Stauplatz für das Gepäck zu finden.

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Überschallflug erschwinglich 

Blake Scholl verfolgt dabei ein großes Ziel: Auch wenn die endgültigen Ticketpreise von den Fluggesellschaften festgelegt werden, ist die Gestaltung des Überschallflugzeuges so konzipiert, dass zwar für die Airlines nach wie vor ein profitables Arbeiten möglich ist, die Passagiere aber die gleichen Tarife zahlen, die sie derzeit von Tickets in der Business-Klasse gewohnt sind. Die Betriebskosten sollen langfristig gesenkt werden, damit der Überschallflug erschwinglich und dadurch zugänglich wird.

Zu Nachbarn werden

„Weite Strecken denkt der Mensch nicht in Kilometern sondern in Stunden. Geschwindigkeit ist nicht zwangsläufig die Schnelligkeit an sich, sondern hat mit Nähe zu tun. Wenn wir doppelt so schnell fliegen, wird die Welt halb so klein und wir werden alle zu Nachbarn“, heißt es auf der Homepage des Flugzeugentwicklers. Das Unternehmen engagiert sich aber nicht nur dafür, dass unser Planet für uns zugänglicher wird, sondern auch dafür, dass der Kraftstoffverbrauch in der Luftfahrt gesenkt wird.

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Quelle und Bilder: boomsupersonic.com

 

 

 

 

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