Nachhaltig-in-die-Semesterferien
Nachhaltig-in-die-Semesterferien
Wie kann der Wintersport etwas umweltfreundlicher gestaltet werden?

Die Semesterferien rücken in ganz Österreich näher und die umweltbewussten Winterurlauber stellen sich vielleicht die Frage, wie sie den Wintersport etwas nachhaltiger gestalten können. Schon bevor man sich auf den Weg ins Schigebiet macht, kann man dafür vorsorgen den Urlaub umweltfreundlich zu planen.

 

Wahl des Wintersportortes und der Unterkunft

Unser Urlaub in den kleinen oder auch großen Wintersportorten in den Alpen beeinflusst die dortige Umwelt maßgeblich. Es liegt daher in unserer Verantwortung unsere Zeit vor Ort möglichst nachhaltig zu gestalten. Mit der Wahl besonders umweltbewusster Schigebiete ist schon der erste Schritt getan. Schiorte, die nicht ausbauen wollen, umweltfreundliche Anreise ermöglichen, erneuerbare Energien für den täglichen Betrieb und kein Übermaß an Schneekanonen für Kunstschnee verwenden, sind eindeutig zu bevorzugen. Die 24 Alpine Pearls Ferienorte in Deutschland, Frankreich, Österreich, Italien, Slowenien und der Schweiz haben sich zum Beispiel darauf spezialisiert, aber auch viele andere Orte ziehen nach.

Bei der Wahl der Unterkunft sollte man sich vorab informieren wie nachhaltig der Betrieb ausgerichtet ist. Von der Energieversorgung, über die Regionalität der Lebensmittel bis hin zu der Ausstattung der Zimmer kann es viel Potenzial geben.

 

Anreise

Die Anreise macht einen großen Teil des Klima-Fußabdrucks aus, oft sogar mehr als die Hälfte der verursachenden CO2-Emissionen. Eine Anreise ohne Auto eliminiert den größten Emissionsausstoß (75% !). Wer also auf Bahn oder Bus umsteigt, leistet einen enormen Beitrag zum Umweltschutz bevor man überhaupt dort ist.

 

Aktivitäten und Ausrüstung

Manche von uns brauchen die Ausrüstung für die winterlichen Aktivitäten eventuell genau dieses eine einzige Mal in den Semesterferien. Zahlt es sich da wirklich ökonomisch und ökologisch aus alles neu zu kaufen? Eine nachhaltigere Alternative wäre es, sich den Schi, das Schneegewand oder die Rodel auszuleihen. Die Möglichkeit gibt es direkt vor Ort oder, wer vorausplant, daheim bei Freunden oder Leihläden. Für regelmäßige Wintersportler sollte das Augenmerk beim Neukauf auf der Qualität, der Herstellung und den verwendeten Materialien liegen.  

Die größten Umweltauswirkungen in einem Schigebiet kommen selbstverständlich vom Betrieb der Schilifte und der Instandhaltung der Schipisten. Übermäßige Beschneiung verbraucht Unmengen an Wasser und Energie und beeinträchtigt den darunterliegenden Boden und die Vegetation. Wenn du mehr zu den Auswirkungen vom Wintersport auf den Klimawandel erfahren willst, kann ich diese Broschüre von den Naturfreunden empfehlen.

Seinen persönlichen ökologischen Fußabdruck kann man demnach auch reduzieren, wenn man nicht ausschließlich die Pisten nutzt, sondern andere Wintersportaktivitäten ausprobiert. Nachhaltigere Aktivitäten sind zum Beispiel Eislaufen auf zugefrorenen Seen, Naturrodelbahnen oder auch Tourengehen im freien Gelände. Dabei ist natürlich darauf zu achten in der Natur selbst nichts zu zerstören oder zu verschmutzen.  

 

Verpflegung

Ein wichtiger Aspekt jedes Urlaubs ist natürlich das Essen. Umweltbewusste Unterkünfte haben oftmals morgens und abends regionale und biologische Gerichte, die nicht nur den Bauern vor Ort, sondern auch der Umwelt zu Gute kommen.

Die Pausen auf den Schihütten können genauso nachhaltiger gestaltet werden. Kleinere Hütten bieten neben netterem Ambiente auch frisch zubereitete Speisen auf echten Tellern ohne viele Abfall, der zusätzlich unter erschwerten Bedingungen von den Hütten wieder ins Tal gebracht werden muss. Mehr Tipps zur Abfallvermeidung im Winterurlaub folgen im nächsten Artikel.

 

Welchen umweltschonenden Aspekt könnte man noch ergänzen? Kommentare und Anregungen sind wie immer herzlich willkommen.

 

Quellen: WWF (Wintersport mit Folgen, Der touristische Klima-Fußabdruck), Alpenverein, Alpine Pearls, Energieleben (nachhaltige Umweltorte, umweltfreundliche Wintersportaktivitäten), ORF, Utopia (Herstellung und Materialien von Outdoorbekleidung), Naturfreunde

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*