Fotocredit: Mel Poole auf Unsplash
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Geschenke müssen nicht immer Staubfänger sein – nachhaltige Geschenkideen zu Weihnachten!

Weihnachten ist die Zeit der Besinnlichkeit, eine ruhige Zeit, aber auch eine Zeit, in der jeder auf der Suche nach den besten Geschenken ist. Gleichzeitig haben die meisten zu viele Sachen und Minimalismus ist auf dem Vormarsch. Es muss allerdings nicht immer „Zeug“ sein, das wir schenken, es gibt auch nachhaltige Alternativen, die dann nicht beim Empfänger verstauben. Hier die besten Ideen:

Zeit statt Zeug

Was ich besonders gerne mache: Zeit statt Zeug schenken! Am besten gemeinsame Erlebnisse, denn die Zeit, die man zusammen verbringt ist heutzutage ohnehin knapp bemessen. Ich bastle also Gutscheine oder kaufe Karten für ein Event. Falls ihr das nicht selbst machen wollt, gibt es hier sogar die Möglichkeit welche zu verschicken, inklusive Geschenkideen.

Fotocredit: Priscilla du Preez auf Unsplash

Spenden statt schenken

Diese Idee kommt ursprünglich aus Nordamerika, dort ist Spenden statt Schenken bereits etabliert. Die Idee dahinter: Im Namen einer Person wird Geld an eine Organisation oder ein Projekt gespendet. Dabei lässt sich für jeden etwas Passendes finden, denn: Hilfebedürftige gibt es überall, sinnvolle Projekte auch. Wider Erwarten kann man das Geschenk sogar an den Beschenkten anpassen: tierliebende Personen spenden an Tierschutzorganisationen, kinderliebe an Organisationen, die sich um Kinder kümmern etc.

Möglichkeiten zu spenden

  • Ein Klassiker hierbei ist der Caritas Shop, in welchem die Geschenke sogar in Kategorien (Tiere, Essen, Bildung, Hilfspakete) eingeteilt sind. Geschenke mit Sinn kommen dabei direkt vor Ort an. Ein Esel zum Beispiel hilft den Frauen in Äthiopien Wasser und Feuerholz zu transportieren. Jedes Geschenk mit Sinn entspringt einem bereits bestehenden Projekt, welches unter der Federführung der Caritas steht.
  • Bei Oxfam könnt ihr aus rund 50 verschiedenen Geschenken das passende auswählen. Der Beschenkte kann optional auch eine gedruckte Karte mit einem Kühlschrankmagneten bekommen, damit er zumindest irgendetwas materielles in der Hand hält. In Deutschland gibt es mittlerweile sogar Oxfam Shops.
  • Das Bienensterben ist nach wie vor ein Thema und mit einer Bienenpatenschaft fördet ihr aktiv den Schutz und die Pflege von Bienen sowie die Schaffung von Lebensräumen wie auch die Bildungsarbeit. Der Beschenkte erhält zusätzlich zu einer Urkunde auch ein Glas Honig und eine Saatmischung „Bienenretter Blühmischung“. (Auch hier kann man eine Bienenpatenschaft von einer anderen Organisation erwerben.)
  • Ein Geschenk das mitwächst könnt ihr bei Forestfinance finden. Mit einem GeschenkBaum verschenkt ihr einen individuellen Anteil an einem wachsenden Tropenwald in Panama. Im Gegensatz zu rein karitativen Spenden-Baumpatenschaften leistet dieser GeschenkBaum mehr:
    Er unterstützt nicht nur den Klimaschutz, sondern schafft neuen Lebensraum für Tiere und Pflanzen und verbessert die sozialen Bedingungen in ländlichen Regionen Panamas. Darüber hinaus erbringt er einen Ertrag für den Beschenkten. Denn nach ungefähr 25 Jahren wird der Baum verkauft, ist also gleichzeitig eine Art nachhaltiges Sparbuch.
  • Beim WWF gibt es eine andere Art der Spende: man kauft damit gleichzeitig einen Pullover, auf dem schmelzende Gletscher, Artensterben und Wirbelstürme abgebildet sind. Er wird in der Schweiz fair produziert und ist gegen eine großzügige Spende von mindestens 100 Euro erhältlich.
Bienen-Patenschaft, Fotocredit: FINE e.V.

Charity-Shopping

Möchtet ihr trotzdem etwas Materielles verschenken kann das trotzdem positive Nebeneffekte haben: Charity-Shopping kombiniert Online-Shopping mit Spenden. Jeder Einkauf löst eine Spende aus, die sich aus den Provisionen der Shop-Betreiber an die Vermittlungsportale finanziert. Es lohnt sich also, vor dem nächsten Einkauf den kleinen Umweg über eine der Portalseiten zu nehmen und damit soziale Einrichtungen zu unterstützen. (Gute Anbieter sind boost, Helfen kostet nix, oder Gooding – Amazon.smile ist dagegen eher eine Farce: nur 0,5 Prozent werden an registrierte Unternehmen weiter geleitet)

Auch Fair Trade Produkte zu kaufen hilft! Es gibt schon eine große Auswahl an hochwertigen Lebensmittel, Kleidungsstücken etc., bei denen die Produzenten korrekte Preise für ihre gute Arbeit erhalten.

Selber machen

Auch Geschenke selber zu machen hat längst nicht mehr den negativen Touch von früher! Es gibt viel mehr Möglichkeiten und vor allem mit Kindern ist das sehr nett finde ich. Ein paar Ideen habe ich hier schon gesammelt. Wenn sie etwas älter sind möchte ich auch gerne noch mit ihnen gemeinsam töpfern, da kann man dann zum Beispiel Tassen machen oder Müslischüsseln. 

Unser Konsum bestimmt, was und wie viel davon hergestellt wird. Also auch, wie viele Rohstoffe und wie viel Energie dafür verwendet werden. Wir können also durch unseren Konsum die Energie- und Klimakrise beeinflussen – und dazu noch die Wohnungen unserer Familie und Freunde von unnötigem Zeug schützen. Ich schenke also heuer wieder Zeit statt Zeug, und ihr?

Quellen:
Reset.org, „Geschenke mit Sinn
Oxfam Unverpackt
Reset.org, „Nebenbei Spenden dank Charity Shopping
Utopia, „17 ausgefallene Geschenke, die Gutes bewirken

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