Die NASA will nun mit kleinen Atomreaktoren das Energieproblem lösen, das eine bemannte Mars-Mission derzeit noch mit sich bringt

Wann es so weit sein wird, das kann heute noch niemand ganz konkret abschätzen – doch eine bemannte Mars-Mission bleibt eines der großen Ziele der Raumfahrt. Die NASA will jetzt die Lösung für das Energieproblem dieses Vorhabens testen.

Unumstritten ist die Technik freilich nicht: Kernenergie nicht nur auf der Erde, sondern auch im All? Wenn es nach dem neuen Testprojekt „Kilopower“ der NASA geht, könnte sie allerdings die Lösung für so manches Problem einer bemannten Mars-Mission darstellen. Denn in der Theorie könnten Mars-Missionen – so wie sie in zahlreichen Science-Fiction-Vorlagen existieren – durchaus schon jetzt Realität sein. Oder besser gesagt: Zumindest im Hinblick auf die Raumfahrt-Technologie stünde dem Marsbesuch eines Menschen nichts im Wege. Immerhin konnten in den vergangenen Jahrzehnten bereits unbemannte Sonden die Strecke Erde Mars immer wieder unbeschadet zurücklegen.

Ungelöste Probleme hinsichtlich Mars-Mission

Doch abgesehen von der raumfahrttechnischen Möglichkeit hätte eine bemannte Mars-Mission derzeit ganz andere Probleme, die es noch zu lösen gilt. Beispielsweise: Wie können die Raumfahrer von der kosmischen Strahlung geschützt werden, der sie sowohl auf dem mindestens ein halbes Jahr dauernden Flug als auch auf dem Mars selbst ausgesetzt wären? Und wie kann man die psychische Stabilität der Astronauten garantieren, wenn sie monatelang in engen Raumschiffen leben müssen und ein Funksignal vom Mars bis zu 20 Minuten zur Erde braucht?

Stromversorgung auf dem Mars durch Kernenergie

Zumindest ein zentrales Problem will die NASA nun lösen. Und zwar das der Energieversorgung auf dem Mars. Derzeit entwickeln Wissenschaftler des NASA-Projekts Kilopower kleine, 1,5 Tonnen schwere Atomreaktoren, welche die für bemannte Missionen notwendige Energie kontinuierlich über einen Zeitraum von zehn Jahren erzeugen können. Sie entwickelt damit bereits im All verwendete Kernenergie weiter: Denn schon der Mars-Roboter Curiosity wird von Radionuklidbatterien mit Energie versorgt, die Plutonium nutzen. 

Solarenergie auf dem Mars fehleranfällig

Der Export von Atomenergie auf den Mars wird freilich vielfach sehr kritisch betrachtet. Doch es gibt einen Grund, warum in dieser speziellen Raumfahrt-Planung nicht auf Solarenergie gesetzt wird. Sie ist auf dem Mars schlicht zu fehleranfällig: Sonden, die beispielsweise im Schatten einer Marswand landen (wie es etwa 2014 bei der Kometensonde „Philae“ passiert ist), geht schnell die Energie aus. Und durch die größere Entfernung zur Sonne kann auf dem Mars deutlich weniger Solarenergie produziert werden als auf der Erde. Staubstürme und lange Nächte stellen für die Solartechnik weitere Herausforderungen dar. 


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Quellen: elektropraktiker.dewired.defaz.net
Bild: pixabay.com

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