Ein Elektro-Kehrichtfahrzeug soll in der Schweiz im Vergleich zu Dieselfahrzeugen 80 Prozent an Energie einsparen.

In der Schweizer Stadt Thun kommt gerade ein Elektro-Kehrichtfahrzeug zum Einsatz, das im Vergleich zu Dieselfahrzeugen 80 Prozent an Energie einsparen soll!

Leiser, günstiger im Betrieb und umweltfreundlicher – so sieht die Stadt Thun im Schweizer Kanton Bern einen Teil der Zukunft der Abfallwirtschaft. Denn seit kurzem kommt in Thun ein elektrisches Kehrichtfahrzeug zum Einsatz – es ersetzt damit einen dieselbetriebenen LKW des Tiefbauamtes. „Die Vorzüge liegen auf der Hand. Mit dem Elektro-Lastwagen können wir die Schadstoffemissionen sowie den Lärm deutlich reduzieren. Der Strom für den Betrieb stammt je zur Hälfte aus Kehrichtverbrennung und Wasserkraft“, so Konrad Hädener, Gemeinderat der 43.600-Einwohner-Stadt.

920.000 Franken für Elektro-LKW

Bereits vergangenes Jahr hatte der Gemeinderat einen gebundenen Kredit von 920.000 Franken (umgerechnet etwa 797.400 Euro) bewilligt, um mit einer umweltfreundlichen Neuanschaffung eines der fünf dieselbetriebenen, in die Jahre gekommen Fahrzeuge zu ersetzen. Der Prototyp des elektrischen Kehrichtfahrzeuges stammt von einer Schweizer Firma. Das innovative Projekt wird dabei sowohl vom Bundesamt für Energie BFE, als auch der Energie Thun AG und der AG für Abfallverwertung AVAG unterstützt.

Im Testbetrieb kommt das Elektro-Kehrichtfahrzeug, das rund neun Tonnen Nutzlast aufweist, auf einen Stromverbrauch von 90 kWh auf 100 Kilometer im Sammelbetrieb, was einer Energieeinsparung von rund 80 Prozent im Vergleich zum dieselbetriebenen Modell entspricht. 2.160 Kilo wiegt übrigens alleine der Akku, der mit einer Leistung von 270 kWh für die Energieversorgung zuständig ist. 

Elektrozukunft der Abfallwirtschaft auch in Österreich?

Auch hierzulande gibt es übrigens elektrische Alternativ-Projekte. Vergangenes Jahr wurde beispielsweise in Linz ein Müllauto mit Plug-in-Hybrid-Antrieb getestet, das zwar mit Diesel fährt, aber die gesamte Be- und Entladung elektrisch besorgt.


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Quelle: thun.chooe.orf.at

Bild: thun.ch

1 Kommentar

  1. Wir in Wien sind auch in der Lage die Umsetzung der Müll-und Straßenreinigungsfahrzeuge umzustellen auf Elektroantrieb. Die Post hatte bereits in den 50er rein elektrische Paketefahrzeuge in Betrieb gehabt.
    Mit sonnigen Grüßen
    Gerhard Kaindl

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