„Pflanzenkosmetik“ ist kein aussagekräftiges Wort, jedoch wird der Eindruck erweckt, der Konsument kauft damit ein gesundes und ökologisches Produkt. Mit Mikroplastik im Peeling rechnet da niemand und doch ist es leider so.

Die Rede ist von Produkten der Marke Yves Rocher. Ein Unternehmen, das mir schon seit meiner Jugend bekannt ist und entgegen aller Tatsachen von vielen Menschen immer noch als „Naturkosmetik“ angesehen wird. Mikroplastik ist in konventionellen Produkten leider allgemein weit verbreitet, doch gerade diese Marke finde ich besonders dreist, da sie mit dem Slogan „Die Nr. 1 in Pflanzen-Kosmetik“ auf Kundenfang geht und so den Kunden täuscht.

So wurde Yves Rocher letztes Jahr vom BUND aufgefordert, auf Mikroplastik in Kosmetikprodukten zu verzichten, was von dem Unternehmen jedoch einfach ignoriert wurde. Erst nachdem das Thema in die Medien kam und die Forderung des BUND bei einer Online-Aktion von fast 20.000 Menschen unterstützt wurde, bekam man Antwort. Leider eine wenig zufrieden stellende, denn „ab 2015 in NEUEN Peelingprodukten kein Mikroplastik mehr zu verwenden“ ist eine sehr vage Aussage. Was ist mit all den anderen Produkten wie Duschgele oder Körper-Öle von Yves Roche, die weiterhin den hormonell wirkenden Stoff enthalten? Wie lange werden sie weiter im  Sortiment bleiben? Der Geschäftsführer versprach Antworten bei der Produktentwicklung in Frankreich einzuholen und diese bis Mitte Februar bekannt zu geben. Wir sind gespannt…

Mehr Infos zur grundsätzlichen Problematik von Mikroplastik in Kosmetikprodukten finden Sie im Artikel : Mikroplastik – Die unsichtbare Gefahr. Einen Einkaufsratgeben können Sie hier kostenfrei downloaden.

Wer auf der sicheren Seite sein möchte, greift zu Naturkosmetik. Immer!

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