Batterien. Medikamente. Injektionsnadeln. Altöl und Säuren. Farben, Lacke, Reinigungsmittel und Energiesparlampen – mit einem Wort: Problemstoffe. Seit Anfang Mai wird flächendeckend mobil gesammelt.
Dieser Artikel wurde am 11. Mai 2012 veröffentlicht
und ist möglicherweise nicht mehr aktuell!

Problemstoffe sind gefährlich für Menschen und Umwelt. Deshalb haben sie im Restmüll nichts zu suchen. Manche Problemstoffe – Batterien sind ein oft genanntes Beispiel – müssen vom Handel zurückgenommen werden. Alte Medikamente kann man bei Apotheken abgeben. Aber was ist mit dem Rest? Für alles, was man landläufig als “Sondermüll” bezeichnet, gibt es die Problemstoffsammlung der Wiener Abfallwirtschaft. Die so genannten “PROSAs” sind insbesondere zuständig für giftige, schwierig zu entsorgende Stoffe, aber auch unbekannte und möglicherweise gefährliche Abfälle. Dazu zählen:

  • Alte Medikamente ohne Schachteln
  • Injektionsspritzen und Nadeln (in durchstichsicherer Verpackung)
  • Gerätebatterien (bis 5 kg)
  • Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen
  • Altmineralöle, Schmierfette, Putzlappen und Filter
  • Säuren und Laugen
  • Fotochemikalien
  • Fleckputz- und Reinigungsmittel, Spraydosen (auch leere)
  • Farben, Lacke, Verdünnungs- und Holzschutzmittel, Chemiekästen, Kleber Düngemittel und damit verunreinigte Gefäße
  • Quecksilber und Fieberthermometer
  • Unbekannte, nicht identifizierbare Stoffe (mit Verpackung!)

Mobile Problemstoffsammlung alle vier Wochen Mehr als die Hälfte der bisherigen mehr als 50 stationären PROSAs wurden schon aufgelassen, es gibt nur noch Sammelstellen auf 19 Mistplätzen und auf vier Märkten. Dafür sind ab seit Monatsbeginn 88 mobile Sammelstellen in Wien unterwegs, die alle vier Wochen einmal zu bestimmten Zeiten angesteuert werden. Um dieses neue mobile Sammelangebot einfacher zu gestalten, bietet die Stadt Wien einen SMS und E-Mail Infodienst an. Damit können Sie sich im Vorhinein an den nächsten Sammeltermin erinnern lassen. Neben Problemstoffen nehmen die mobilen PROSAs auch altes Speiseöl, CDs und DVDs ohne Hülle, Röntgenbilder, Druckerpatronen und kleine Elektrogeräte an. Freilich nur in Mengen, wie sie in Privathaushalten anfallen können. Was passiert, wenn ich an den Haltezeiten der mobilen PROSAs keine Zeit habe? Alle Problemstoffe können Sie auch an den 19 Wiener Mistplätzen sowie am Karmelitermarkt, am Naschmarkt, am Vorgartenmarkt und am Meidlingermarkt abgeben. Was passiert mit den Problemstoffen? Was in der Sondermüll-Verbrennungsanlage “Werk Simmeringer Haide” thermisch verwertet werden kann, wird dorthin gebracht. Verwertbare Stoffe, die nicht verbrannt werden sollten, kommen in die Zentrale Problemstoffsammelstelle und werden dort nachsortiert. Die Rohstoffe der Elektrokleingeräte werden recyclet, aus dem Wiener Altspeiseöl ensteht Biodiesel für den Fuhrpark im Kompostwerk Lobau. Öffnungszeiten auf den Mistplätzen: Montag bis Samstag, 7 bis 18 Uhr Die Problemstoffsammelstelle auf dem Mistplatz Kagran, 22., Percostraße 4, ist auch sonn- und feiertags von 8 bis 18 Uhr geöffnet, außer am 1. Jänner, 1. Mai, 26. Oktober und 25. Dezember Öffnungszeiten auf Märkten: Montag bis Freitag, 16 bis 18 Uhr, Samstag, 12 bis 17 Uhr SMS- und E-Mail-Benachrichtigung für die mobilen PROSAs anmelden: http://www.umweltinfo.wien.at

Übersichtskarte der Haltestellen und stationären PROSAs

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