Sie ist online abrufbar.

Vier europäische Forschungseinrichtungen haben eine Onlineplattform veröffentlicht, die erstmals Informationen und Ergebnisse aus der Süßwasserökosystemforschung bündelt. Dort finden sich Daten und Kartensysteme, die frei zugänglich zur Verfügung gestellt werden und neue Forschungsansätze auf diesem Gebiet anregen sollen.

Die Plattform bietet damit eine einzigartige und umfassende Wissensgrundlage für ein nachhaltiges und evidenzbasiertes Management der bedrohten Binnengewässer und der Ressourcen, die sie bereitstellen. Durch Verschmutzung, Landnutzung und Klimaveränderungen geraten Binnengewässer und ihre biologische Vielfalt in ganz Europa zunehmend unter Druck.

Flüsse, Seen und Feuchtgebiete

Zahlreiche Forschungsprojekte haben sich in den letzten Jahren mit den Ursachen und Folgen für Flüsse, Seen und Feuchtgebiete befasst und Renaturierungsstrategien für sie entwickelt.

Die Universität für Bodenkultur in Wien, die Universität Duisburg-Essen, das Königliche Belgische Institut für Naturwissenschaften in Brüssel, sowie das Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei in Berlin haben dazu ein neues Informationsportal entwickelt: Auf der „Freshwater Information Platform“ werden Ergebnisse verschiedener abgeschlossener und laufender Forschungsprojekte zusammengefasst und öffentlich zugänglich gemacht.

Antworten finden

Wovon ernähren sich Süßwasserorganismen, in welchen Lebensräumen sind sie angesiedelt oder wie tolerant sind sie gegenüber Verschmutzung und Umweltwandel? Mit Fragen wie diesen beschäftigt man sich dort.

Insgesamt stehen Informationen für etwa 20.000 verschiedene Arten zur Verfügung.

Die am Projekt beteiligte Astrid Schmidt-Kloiber von der BOKU sagt dazu: „Süßwasserökosysteme unterliegen zahlreichen schädlichen Einflüssen, die zu einer erheblichen Bedrohung ihrer Artenvielfalt führen. Durch die Bündelung von relevanten Informationen an einem einzigen Ort hilft die „Freshwater Information Platform“ WissenschafterInnen die herausfordernde Aufgabe, verstreute Forschungsressourcen zu finden, zu überwinden.“

Sie ergänzt weiters: „Langfristig wird das dazu beitragen, das Verständnis von Süßwasserökosystemen zu verbessern und ihnen eine stärkere Stimme in Bezug auf Schutz und Erhaltung zu verleihen.“

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Quellen:

Text: via BOKU Wien

Foto: energieleben

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