Gibt es nachhaltige Fahrradhelme? / Fotocredits: Viola Minixhofer
Gibt es nachhaltige Fahrradhelme? / Fotocredits: Viola Minixhofer
Gibt es nachhaltige Fahrradhelme? Die Suche gestaltet sich schwierig.

Der Frühling ist da und damit offiziell die neue Radsaison. Man siehst mehr und mehr Fahrradhelme durch die Straßen fahren und mir stellt sich da die Frage: Gibt es auch eine nachhaltige Alternative zu den klassischen Fahrradhelmen aus Plastik?

 

Die Schwierigkeiten des Plastikhelms.

Fahrradhelme haben genau einen Zweck: deinen Kopf im Falle eines Sturzes schützen. Das bedeutet allerdings auch, dass sie nach einem Unfall ausgetauscht werden müssen, da sie ihre Schutzwirkung verloren haben. Helme aus Plastik müssen auch regelmäßig ausgetauscht werden, wenn sie nicht bei einem Unfall beschädigt wurden. Sie sind oftmals täglich Wind und Wetter ausgesetzt und dabei kann das Plastik brüchig werden. Komplizierend kommt noch dazu, dass die Helme notorisch schwer zu recyceln sind.

 

Eine Frage der Sicherheit.

Aufgrund der hohen Sicherheitsanforderungen und rechtlichen Genehmigungen ist die Herstellung eines nachhaltigen Helmes schwieriger, als es auf den ersten Blick erscheinen mag. Jean-Pierre Garnier von Urge® erklärt, dass die neuen Materialien vielen tests unterzogen werden müssen, damit sie allen Sicherheitsstandards entsprechen. Eine Möglichkeit ist es recyceltes EPS (expandiertes Polysterol) zu verwenden, um neues Plastik und damit Erdöl einzusparen.  

 

Doch gibt es wirklich keine plastikfreie Alternative?

Meine Recherche stößt schnell an ihre Grenzen, denn mit den meisten alternativen Materialen werden zwar anfangs Tests durchgeführt, wie diese Helme aus Holz, Kork oder Karton, aber sie schaffen es nie auf den breiten Markt. Vielversprechend wirkt der EcoHelmet aus wasserfestem, recycelten Papier, aber auch dieser hat noch keine Marktzulassung.

In den USA gibt es mehr Firmen, die zumindest ansatzweise eine nachhaltige Firmenphilosophie verfolgen (z.B. Thousand). Doch dann stößt man wieder auf einige kleine Firmen, die dann keine Sicherheitszertifizierung haben (z.B. Coyle). Ausschließlich nachhaltige Materialien verwenden übrigens die wenigsten.

 

Die Suche geht weiter…

Das bedeutet für mich, die Suche geht weiter.Die Technik schreitet immer weiter voran und ich glaube fest daran, dass es schon bald nachhaltige Fahrradhelme auf dem Markt geben wird. Der Umweltgedanke des Fahrradfahrens sollte nicht bei der Fortbewegungsart aufhören, sondern weitreichend gedacht werden. Das heißt, er darf nicht beim Kauf des Helmes aufhören!

Meine Bitte an alle Leserinnen und Leser: wenn jemand von einem käuflich erwerbbaren, nachhaltigen Fahrradhelm weiß, würden wir uns sehr freuen, wenn ihr uns das mitteilt!

 

Ein weiterer Beitrag, passend zur beginnenden Radsaison: Sicher in den Frühling: Fahrradcheck

 

 

Quellen: Fahrradhelm, the green walnuts (Interview mit Urge), Utopia, Eco Woman, Cycle Tech Review, EcoHelmet, Thousand, Coyle

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