IKEA ist ins Solargeschäft eingestiegen – zumindest in Großbritannien, wo die schwedische Möbelkette Photovoltaik-Anlagen aus China verkauft. Die Installation übernimmt ausnahmsweise IKEA, die Wartung ist auch im Preis inbegriffen.

Weltweit bekannt für günstige Möbel in flachen Kartonverpackungen, hat IKEA im September begonnen, Solarmodule zu verkaufen. Die Dünnschichtmodule werden auch in flachen Verpackungen geliefert zum Preis von 5.700 Pfund (rund 7.000 Euro). Entgegen der traditionellen Unternehmenspolitik ist diesem Produkt keine Montageanleitung und kein Imbusschlüssel beigelegt, die Solarmodule werden von IKEA-Mitarbeitern geliefert und zusammengebaut.

Im Preis inkludiert ist, neben der Installation und Lieferung, die Beratung durch den Partner Hanergy, die Wartung und laufendes Energiecontrolling. IKEA rechnet vor, dass ein typischer britischer Haushalt mit der Photovoltaikanlage die Energiekosten um rund 920 Euro im Jahr reduzieren könne – durch den geringeren Stromzukauf und zusätzliche Einspeisung ins Netz. Nach sieben Jahren sollte sich die Anlage amortisiert haben

Großbritannien dient der schwedischen Möbelkette als Testmarkt, erneuerbare Energien stärker in den Fokus der Unternehmensphilosophie zu rücken. Der Solarmarkt in Großbritannien scheint dafür maßgeschneidert, denn Sonnenenergie spielt auf der Insel im Vergleich zu anderen europäischen Ländern eine kleine Rolle. Es bleibt fraglich, ob sich das ändern wird, schließlich ist der Himmel dort nur rund ein Drittel der Tage frei von Wolken.

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