Fotocredit: Pixabay/congerdesign
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Öle gibt es wie Sand am Meer und die Entscheidung welche wofür zu verwenden fällt oft schwer – meist greifen wir dann doch zu Olive oder Sonnenblume. Doch welche Öle sind besonders gut, wie viel davon und wofür verwendet man sie?

Pflanzliche Fette sind ein wichtiger Bestandteil einer gesunden und ausgewogenen Ernährung. Ungesättigte Fettsäuren, die sogenannten „guten Fette“ stecken vor allem in Nüssen, Avocado und pflanzlichen Ölen wie Olivenöl. Sie helfen unserem Körper bei der Aufnahme von Vitaminen und können nachweislich unseren Cholesterinspiegel senken. Dabei gelten die mehrfach ungesättigten Fettsäuren Omega-3 und Omega-6 als besonders wertvoll und wichtig, um unsere Zellwände stabil zu halten, unseren Blutdruck positiv zu beeinflussen und unser Herz zu schützen. 

FETT IST NICHT GLEICH FETT 

Wenn du nun auf deiner Packung Chips hinten drauf in der Zutatenliste Sonnenblumenöl findest und dich schon freust, dass es ein gesundes Fett ist, dann muss ich dir an dieser Stelle leider deine Illusion rauben. Denn auch nicht jedes pflanzliche Fett ist automatisch ein gesundes Fett, es kommt auf seine Dosierung an und auch auf die Verwendung. Denn bei der industriellen Verwendung, wenn die Fette sehr hoch erhitzt werden, können Transfettsäuren entstehen. Diese findest du gut und gerne in Fertigprodukten, teilweise in Margarine und eben auch in den beliebten Chips. Sie beeinflussen unser Herz-Kreislaufsystem nicht gerade positiv und sollten somit weitgehend gemieden bzw. nur in sehr geringen Mengen verwendet werden. 

Fotocredit: Pixabay/FotoshopTofs
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WELCHES ÖL IST DAS BESTE FÜR MICH? 

Die Auswahl im Supermarktregal ist meist wirklich enorm und da durchzublicken ist oft schwer. Hier wird vor allem zwischen „raffiniert“ und „kaltgepresst“ unterschieden. Native Öle werden schonend kaltgepresst und enthalten mehr wertvolle Inhaltsstoffe. Ihr Manko: sie verbrennen beim Erhitzen und dabei können sogar noch schädliche Stoffe freigesetzt werden. Das erkennst du daran, dass sie zu rauchen beginnen, wenn deine Pfanne zu heiß geworden ist. 

Raffinierte Öle hingegen werden warmgepresst, dann chemisch behandelt und sind frei von Begleitstoffen. Hier hast du zwar eine Einbuße was die Vitamine und gesunden Inhaltsstoffe betrifft, dafür kannst du diese Fette sehr hoch erhitzen und meist sind sie auch noch eher neutral in ihrem Geschmack. Du siehst also, beim Ölkauf ist es in erster Linie sinnvoll zuerst zu schauen, wofür du das Öl verwenden möchtest und danach zu entscheiden. 

1-RAPSÖL

Das Öl zählt zu den top-beliebtesten Ölen, enthält viele ungesättigte Fettsäuren, sekundäre Pflanzenstoffe, ist reich an Vitamin A, E und K und überzeugt nicht nur durch seine leuchtend gelbe Farbe, sondern auch geschmacklich. 

Raffiniertes Rapsöl ist sehr hitzebeständig und eignet sich somit beispielsweise auch hervorragend zum Backen. Beim kaltgepressten Rapsöl passt der leicht nussige Geschmack bestens zu Salaten, braten solltest du damit aber eher nicht. Haltbar ist das Öl nach Anbruch etwa 2 Monate, es kann auch länger schmecken, wenn du es kühl, trocken und eher dunkel lagerst. 

Fotocredit: Pixabay/MabelAmber
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2-HANFÖL

Hier ist besonders der Gehalt an Omegas hervorzuheben. Hanföl hat einen enorm hohen Gehalt an Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren und das auch noch in einem außerordentlichen Verhältnis von 3:1. Deshalb gilt es als besonders gesund und wertvoll. Dazu hat es auch noch reichlich Vitamin B1, B2, E und Beta-Carotin. 

Hanföl solltest du eher nur auf kühlen Speisen verwenden, da es sich nicht gut eignet, um erhitzt zu werden. Der nussige Geschmack macht sich super auf Salaten oder auch Suppen als i-Tüpfelchen, auch pur wird as Öl gerne genossen für den extra Immun Boost. 

Achte hier besonders darauf, dass das Öl aus biologischem Anbau stammt und ebenfalls auf die kühle und dunkle Lagerung. Dann ist das Öl gut und gerne auch 2-3 Monate geöffnet haltbar. 

3-ERDNUSSÖL

Die Königin unter den Bratölen. Erdnussöl enthält viele gesunde, mehrfach ungesättigte Fettsäuren wie Vitamin E, B1, K und D. Sein Rauchpunkt liegt bei etwa 220 Grad und es kann somit problemlos stark erhitzt werden. Besonders in der asiatischen Wok-Küche erfreut es sich großer Beliebtheit. 

Solltest du unter einer Erdnuss-Allergie leiden, dann bitte verzichte auf jeden Fall auch auf den Genuss des Öls. Auch Schwangere und stillende Frauen sollten eher die Finger vom Erdnussöl lassen, denn es kann beim Baby Allergien triggern. 

Fotocredit: Pixabay/Couleur
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4-OLIVENÖL

Der Alltime Classic. Es wird aus dem Fruchtfleisch der Olive und ihrem Kern gewonnen. Die enthaltenen Polyphenole schützen unseren Körper vor freien Radikalen und wirken entzündungshemmend. 

Natives Ölivenöl eignet sich weniger, um es stark zu erhitzen, lieber solltest du es zum leichten Anbraten oder Dünsten deiner Speisen verwenden. Natürlich macht sich das Öl auch ganz wunderbar im Salat oder auf Antipasti, gut und gerne auch als Ersatz für die Butter auf dem Brot. 

Olivenöl solltest du auf jeden Fall kaltgepresst kaufen und nach dem Öffnen für höchstens 3-4 Monate verwenden. An heißen Sommertagen darf es auch gerne einen Ausflug in den Kühlschrank machen.