Der Medientheoretiker Marshall McLuhan behandelte Kleidung bereits in den 1960er Jahren als Medium. Das britische Designunternehmen Cutecircuit nimmt die Idee wortwörtlich und stellt ein interaktiv nutzbares T-Shirt vor.

Das Geheimnis des neuen Mediums Mode aus London: Über das Smartphone können 1024 eingearbeitete LEDs gesteuert werden.

Geht es nach McLuhan ist jede Technologie und jedes Konzept, mittels derer der Mensch mit der Welt in Beziehung tritt, ein Medium. Bedruckte T-Shirts dienten ja  schon immer als Leinwand, um eine Meinung oder Stimmung mitzuteilen. Mit dem tShirtOS von Cutecircuit sollen sich noch mehr Möglichkeiten der Interaktion mit der Umwelt ergeben.

Auf der Vorderseite sind 1024 RBG-LEDs eingenäht. Über eine dazugehörige Smartphone-App kann das T-Shirt per Bluetooth individuell angepasst werden. Auf dem Display können Bilder oder Videos angezeigt werden. Ist die Verbindung mit dem Smartphone einmal hergestellt, ist es natürlich auch möglich, Inhalte aus dem Internet auf das T-Shirt zu laden, so zum Beispiel Tweets zu einem bestimmten Hashtag. Außerdem ist geplant, das T-Shirt mit Kamera und Mikrofon auszustatten, um andere interaktive Inhalte darzustellen.

Bei einem Display mit 32×32 Bildpunkten sind die Möglichkeiten begrenzt, aber die Inhalte sind klar erkennbar. Die Komponenten sollen flach genug sein, um die TrägerInnen des Shirts nicht zu stören. Vor dem Waschen ist der Akku zu entfernen. Sollte das T-Shirt auf den Markt kommen, wird der Presi deutlich über dem einfacher T-Shirts liegen. Ein Minidress von Cutecircuit, in dem einzelne LEDs sitzen, kostet derzeit 875 Euro.

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