Ein richtiger Ökotraum: mit dem Fahrrad Zero Waste einkaufen „gehen“.
Dieser Artikel wurde am 6. Mai 2019 veröffentlicht
und ist möglicherweise nicht mehr aktuell!

Verpackungsfrei einkaufen zu gehen bedeutet, dass die Ware vor Ort lose ist. Im Sinne der Nachhaltigkeit, zur Vermeidung von überflüssigem Abfall und Plastik, spaziert man daher mit seinen eigenen Behältern (Stoffbeuteln, Gläser, Körbe, …) in den Lebensmittelladen, um sich genau die Mengen abzufüllen, die man gerne kaufen will. Wer auf diesem Wege seinen Wocheneinkauf erledigt, wird bald merken, dass da einiges an Behältern zusammenkommt. Bevor man den Gedanken an den verpackungsfreien Einkauf gleich wieder aufgibt, weil sich das nach zu viel Schlepperei anhört, hätte ich hier einen alternativen Lösungsvorschlag: einkaufen mit dem Fahrrad.

 

Keine revolutionäre Idee, aber trotzdem sehr gut  

Ein Zero Waste Einkauf setzt eigentlich immer eine gewisse Planung voraus. Man nimmt nicht nur den Einkaufszettel mit, um Lebensmittelabfälle zu vermeiden, sondern auch Sackerl, Gläser & Co., um die Lebensmittel zu verstauen. Im Gegensatz zu einem spontanen Einkauf im Unverpackt Laden oder in einem herkömmlichen Supermarkt, hat man daher schon auf dem Hinweg einiges mit. Jetzt kommt das Fahrrad ins Spiel.

 

Weniger schleppen

Für gewöhnlich erledigt man den Einkauf auf dem Weg nach Hause oder zumindest ganz in der Nähe seiner Wohnung, insbesondere wenn man in der Stadt lebt und mit dem Rad in die Arbeit fährt. Die kurzen Wege wirken nur plötzlich ganz lang, wenn man kiloweise Lebensmittel nach Hause bringen muss. Wer nun mit dem Rad unterwegs ist, muss sich um das Gewicht keine Gedanken mehr machen.

So ein Rad ist ein wunderbarer Packesel. Ob mit Fahrradkorb oder Satteltasche, schwere Einkäufe lassen sich ganz leicht transportieren. Schwere Gläser und volle Beutel kommen unten hinein, leichtes Obst und Gemüse liegt einfach oben auf und nichts wird zerquetscht.

Gläser für den verpackungsfreien Einkauf gleich in der Fahrradtasche / Fotocredit: Pia Minixhofer
Gläser für den verpackungsfreien Einkauf gleich in der Fahrradtasche / Fotocredit: Pia Minixhofer

 

Weitere Wege? Kein Problem!

In Wien gibt es so viele Einkaufsmöglichkeiten, da kann es schon einmal vorkommen, dass sich das gewünschte Geschäft weiter weg befindet. Mit dem Rad ist man nicht nur schneller dort, sondern kann unterwegs bequem so viel aufladen wie man will. Alles ohne Parkplatzsuchen!  

Das einzige Problem, das auftreten könnte, ist ein zu kleiner Packträger oder Fahrradkorb. Aber auch hierfür gibt es eine Zweirad-Lösung.

 

Fahrradtasche voller Obst und Gemüse / Fotocredit: Pia Minixhofer

 

Lastenräder für den Großeinkauf

Leider sind unsere Fahrradwege nicht so breit wie in Kopenhagen, sonst würde man hierzulande vielleicht schon mehr Lastenräder sehen. Für größere Einkäufe könnte man sich nämlich ein großes Lastenrad ausleihen oder auch ein Grätzlrad ausborgen. Sehr praktisch, um sogar bis zu 100 kg Ladegut zu transportieren. Da passen dann die Kinder & Hunde auch gleich hinein und können nach Hause kutschiert werden.

 

E-Bikes, weil’s bequem ist

Richtig praktisch ist für den kleineren oder größeren Einkauf das E-Bike. Mit der elektrischen Unterstützung fällt der Einkauf so gut wie gar nicht mehr ins Gewicht und auch weite Wege können leichter bewältigt werden. Dem unverpackten Einkauf am Bauernmarkt, im Unverpackt Laden oder in jedem anderen Supermarkt steht alles nichts mehr im Weg 😉