Haustier in Zeiten der Pandemie: Wer einen Hund hat und in Quarantäne muss, muss sich Lösungen fürs Gassi überlegen. Fotocredit: © Andriyko Podilnyk/Unsplash
Haustier in Zeiten der Pandemie: Wer einen Hund hat und in Quarantäne muss, muss sich Lösungen fürs Gassi überlegen. Fotocredit: © Andriyko Podilnyk/Unsplash
Wenn man als Hundebesitzerin und -besitzer plötzlich in Quarantäne muss, gilt es, viel zu organisieren. Was du tun kannst und worauf du achten musst, wenn du einen Vierbeiner hast und zu Hause bleiben musst.

Wer in Quarantäne muss, der muss plötzlich vieles organisieren. Wer kümmert sich um die Pflanzen, die wir eigentlich bei Mama gießen sollten, so lange die auf Reha ist? Wer bringt Lebensmittel vorbei, wenn wir selbst nicht in den Supermarkt gehen können? Und ja tatsächlich auch: Wer entsorgt den Müll, der sich zu Hause während der Quarantäne ansammelt und den man im Normalfall alle paar Tage zum Container bringen würde? Wer das Haus bzw. die Wohnung nicht mehr verlassen darf, muss seinen Alltag für die Zeit der Quarantäne zum Teil völlig neu organisieren. Das ist vor allem dann herausfordernd, wenn man einen Hund hat. Denn der muss trotzdem nach draußen. Das Thema betrifft dabei viele Menschen, denn alleine in Wiener Haushalten leben über 55.000 Hunde. Dass der Hund und den Mensch dabei schon seit langer Zeit begleitet, zeigt das folgende Video.

 

Quarantäne: Wer geht mit dem Hund?

Einen Hund zu haben, bedeutet allerdings auch viel Verantwortung. Zwar wollen wir unseren vierbeinigen Familienmitgliedern schon alleine, weil wir sie lieben, genügend Auslauf ermöglichen. Aber wusstest du auch, dass das auch Tierschutzgesetz vorsieht, dass du mit deinem Hund Gassi gehen musst? Auch eine behördliche Quarantäne ist demnach keine Ausrede, deinem Hund nicht genügend Auslauf zu bieten. Die Frage ist allerdings: Wie? Während in vielen Fällen vielleicht eine Nachbarin oder ein Freund so freundlich ist, sich die Zeit zu nehmen, deinen Hund in der Quarantäne-Zeit Gassi zu führen, ist das Problem für Halterinnen und Halter von Listenhunden ein noch viel größeres. Denn auch dabei muss das Tierhaltegesetz eingehalten werden, das in Wien beispielsweise besagt, dass Listenhunde ausschließlich von Menschen spazieren geführt werden dürfen, die selbst einen Hundeführschein besitzen und damit auch wissen, dass der Gassigang nur mit Maulkorb und Leine erfolgen darf.

Netzwerke in Quarantäne mobilisieren

Das zu organisieren ist nicht immer einfach. Unser Tipp: Wende dich in sozialen Netzwerken an Gruppen, die sich mit der Haltung von Listenhunden in bestimmten Gebieten beschäftigen. Häufig ist die Hilfsbereitschaft in solchen Fällen eine große und du findest so einen passenden Hundesitter bzw. eine Hundesitterin auf Zeit. Dabei solltest du in Heimquarantäne ein paar weitere Punkte beachten, die übrigens unabhängig davon gelten, ob du einen Listenhund hast, oder mit einem Vierbeiner lebst, der nicht auf dieser Liste zu finden ist: Bitte die Person, die mit deinem Hund spazieren geht, dass sie selbst Leine und Halsband bzw. Brustgeschirr mitnimmt, damit ihr den Kontakt jedenfalls vermeidet. Außerdem darf kein direkter Gesprächskontakt mit dem anderen Menschen stattfinden. Auch wenn es noch so schwer fällt: Lebst du alleine, ist die ideale Variante demnach, deinen Liebling für die Zeit der häuslichen Quarantäne vielleicht gänzlich in die Betreuung bei einer Person deines Vertrauens oder in eine Tierpension zu geben.

Quelle: wien.gv.at / Fotocredit: © Andriyko Podilnyk/Unsplash


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