Seit 1924 gibt es den Weltspartag – eine Erfindung der Weltvereinigung der Sparkassen, um den Gedanken ans Sparen bei den Menschen zu verankern und zu fördern. Heute stehen wir vor…

Seit 1924 gibt es den Weltspartag – eine Erfindung der Weltvereinigung der Sparkassen, um den Gedanken ans Sparen bei den Menschen zu verankern und zu fördern. Heute stehen wir vor einem Bankensystem, das den meisten fremd geworden ist. Investments müssen aber nicht fremd und grau sein – es gibt sie auch „green“.

„Was macht man mit dem Geld im Sparschwein?“ ist eine klassische Kinderfrage. Früher beantworteten die Eltern sie gern mit „Wir bringen es zur Bank“. Heute, im Angesicht der so genannten „Griechenland-„, „Euro-“ oder ganz einfach „Schuldenkrise“, sagen sie das zwar immer noch oft, doch es schwingt eine Unsicherheit mit, die den aufmerksamen Kindern nicht verborgen bleibt.

Green Investment

Statt das Geld gedankenlos zur Bank zu tragen und darauf zu vertrauen, dass die Geldinstitute schon das Rechte damit anfangen werden, ist es wohl an der Zeit, sich selbst damit zu befassen, was aus dem Ersparten wird und wofür es angelegt wird. „Nachhaltig wirtschaften“ muss nicht nur auf finanzielle Rendite beschränkt bleiben. Nichts spricht dagegen, einiges dafür, nachhaltig auch im Sinne der Umwelt und des Planeten zu wirtschaften.

Schon allein, um sich von den Apologeten einer schrankenlosen Ausbeutung der natürlichen Ressourcen nicht einreden lassen zu müssen, dass man selbst und jeder einzelne Sparer mit Schuld an den Exzessen der Bonusritter trägt.

Aber natürlich bringt das grüne Investment auch der eigenen Geldbörse etwas. Das alte Vorurteil, mit Öko-Aktien sei „kein Blumentopf zu gewinnen“, passt nicht zu den Daten der letzten Jahre (2003-2010): während z.B. die Solaraktien im PPVX-Index in dieser Zeit um mehr als 720% gestiegen sind, stiegen die Erdöl-Aktien im „NYSE Arca Oil“-Index um weniger als 120%.

Mit grünen Investments lassen sich Rendite und gutes Gewissen vereinbaren. Sparer können so eine treibende Kraft beim Klimaschutz werden. Wenn mehr Anleger ihr Geld in nachhaltige Investments packen, verbessern sich die Bedingungen für den Klimaschutz. Grüne Unternehmen werden dank der höheren Nachfrage mehr wert.

Sparformen mit Umweltzeichen

Und es ist auch gar nicht so schwer, grüne Investitionen zu tätigen. Die meisten Banken sind längst auf den Zug aufgesprungen und bieten Fonds an, auf denen groß die Überschrift „Green“ prangt. Viele Fondsgesellschaften bezeichnen ihre Produkte als nachhaltig, ein einheitliches Prüfzeichen gibt es nicht. Aber immerhin: eine Reihe von Anlageformen sind mit dem offiziellen österreichischen Umweltzeichen ausgzeichnet worden.

Öko-Invest

Wenn man sich nicht von Banken abhängig machen möchte, geht das aber auch. Seit fast genau 20 Jahren gibt es in Österreich eine eigene Zeitschrift, die sich mit Öko-Investments beschäftigt. „Öko-Invest“ von Max und Marianne Deml sowie ihrem Team erscheint alle zwei Wochen und beschäftigt sich mit Grünem Geld. Konkret: ethisch-ökologisch interessante Anlagemöglichkeiten, von Umweltsparbüchern und Mikrokreditfonds bis zu (Wandel-)Anleihen, Aktien (auch nicht börsennotierten wie z.B. BioArt AG oder solarcomplex AG), Geschlossenen Fonds (Wind, Solar, Biomasse) und Investmentfonds bzw. Zertifikaten.
Abonnieren kann man Öko-Invest unter der Telefonnummer 01/8760501.

Handbuch Grünes Geld

Aus dem gleichen Haus kommt auch das gerade erschienene Handbuch Grünes Geld 2012/13. Dieses Buch bringt auf 368 Seiten einen umfassenden Überblick über das stark gewachsene „nachhaltige“ Segment des Kapitalmarkts, mit über 1.000 Namens-/Firmeneinträgen im Register und vielen Kontaktdaten, z.B. zu über 200 Fonds und 100 spezialisierten Berater(inne)n.
Bestellen kann man das Handbuch Grünes Geld im Buchhandel oder über die Telefonnummer 01/8760501.

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