Die Stadt Wien hat die neuen Modal‑Split‑Daten für 2025 veröffentlicht und sie zeigen ein vertrautes, aber bemerkenswert stabiles Bild: Rund 75 % aller Alltagswege werden weiterhin zu Fuß, mit dem Rad oder mit den Öffis zurückgelegt. Die umweltfreundliche Mobilität bleibt damit auf einem Niveau, das im internationalen Vergleich außergewöhnlich hoch ist.
Die wichtigsten Zahlen des Modal Split im Überblick
- 33,6 % Öffis
- 30,0 % zu Fuß
- 10,5 % Radverkehr
- 24,9 % Pkw + 1 % motorisierte Zweiräder
Damit liegt der motorisierte Individualverkehr bei 25,9 % – weiterhin deutlich unter dem Niveau anderer Großstädte im deutschsprachigen Raum.
Langfristige Trends: Wien bleibt eine Stadt der aktiven Mobilität
Ein Blick auf die letzten Jahre zeigt, wie stabil sich Wien in Richtung nachhaltiger Mobilität entwickelt. Der Radverkehr wächst kontinuierlich, besonders dort, wo neue, sichere Verbindungen entstanden sind. Gleichzeitig bleibt der Fußverkehr auf einem konstant hohen Niveau. Ein Zeichen dafür, dass Wien weiterhin eine Stadt der kurzen Wege ist.

Auch die Öffis holen nach den pandemiebedingten Einbrüchen weiter auf. Die Jahreskarte bleibt ein Erfolgsmodell, und die steigenden Fahrgastzahlen zeigen, dass viele Wiener*innen den öffentlichen Verkehr wieder stärker nutzen. Parallel dazu verliert das Auto langsam, aber stetig an Bedeutung. Besonders junge Menschen verzichten zunehmend auf ein eigenes Fahrzeug, weil sie sich in Wien gut ohne Auto bewegen können.
Warum der Autoanteil 2025 leicht gestiegen ist
Trotz des langfristigen Rückgangs zeigt 2025 einen kleinen Anstieg beim motorisierten Verkehr. Das liegt unter anderem am Bevölkerungswachstum in Außenbezirken, wo der Autoanteil traditionell höher ist. Auch das Wetter spielte eine Rolle: 2025 war deutlich nasser als das Vorjahr, was sich besonders im Radverkehr bemerkbar machte.
Hinzu kommt, dass die Stadt heuer erstmals Mopeds separat erfasst. Sie wurden bisher dem Pkw zugerechnet, eine methodische Änderung, die den Vergleich leicht verzerrt. Die Stadt betont, dass diese Schwankungen innerhalb der üblichen Bandbreite liegen und keine Trendwende darstellen.
Was Wien plant: Ausbau für eine klimafreundliche Zukunft
Damit der Modal Split auch in den kommenden Jahren weiter in Richtung klimafreundliche Mobilität kippt, investiert Wien massiv in Infrastruktur. Der U‑Bahn‑Ausbau rund um die Linien U2 und U5 verändert ganze Stadtteile und schafft neue, schnelle Verbindungen. Gleichzeitig wächst das Straßenbahnnetz: Die Linien 27 und 12 sind bereits in Betrieb, und weitere Erweiterungen – etwa bei der Linie 18 – folgen.
Auch beim Radverkehr setzt die Stadt auf Kontinuität. Besonders in den Außenbezirken entstehen neue, durchgängige Routen, die Alltagswege sicherer und attraktiver machen sollen. Ergänzt wird das durch breitere Gehsteige, neue Querungen und verkehrsberuhigte Zonen, die das Zu‑Fuß‑Gehen angenehmer machen.
Wien bleibt eine Öffi‑, Fuß- und Radstadt
Der Modal Split 2025 zeigt ein stabiles Bild: Drei Viertel der Wege werden in Wien bereits heute umweltfreundlich zurückgelegt. Auch wenn der Autoanteil leicht gestiegen ist, bleibt Wien eine Stadt, in der nachhaltige Mobilität gelebter Alltag ist – und in der die Infrastruktur konsequent weiter in diese Richtung ausgebaut wird.
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