Energie sparen ist nur der Anfang. Die Zukunft menschlicher Ballungsräume liegt in „Zero Emission Cities“, Städten, die kein zusätzliches CO2 in die Atmosphäre entlassen. So weit das Motto einer internationalen…

Energie sparen ist nur der Anfang. Die Zukunft menschlicher Ballungsräume liegt in „Zero Emission Cities“, Städten, die kein zusätzliches CO2 in die Atmosphäre entlassen. So weit das Motto einer internationalen Architekturkonferenz am Montag in Wien.

Eine „zeitgemäße Entwicklung des Wiener Stadtbildes“ ist der Bundeshauptstadt wichtig. Das ist auch kein Wunder, schließlich ist die Stadtgestaltung in Wien überraschend vielschichtig geplant und umgesetzt. Sichtachsen und Fassaden sind dabei nur eine Seite. Auch ökologisch nachhaltige Planung und Bauweise tragen entscheidend zu Stadtbild und Lebensqualität für Einwohner und Besucher bei.

Stadt der Zukunft

Am Montag, 6. Dezember, war das Thema im Wiener Rathaus die ökologische Zukunft des Städtebaus. In der Konferenz „Zero Emission Cities“ ging es um nichts weniger als die Zukunft des Planeten und seiner Bewohner. Der Schlüssel dazu soll im Konzept der CO2-neutralen Städte liegen.

Mehr als Grün

Beispiel Begrünung: Wien ist bereits eine der grünsten Städte Europas. Mit offiziell 51% Grünfläche kann sie sich sogar weltweit sehen lassen. Nun bietet der Bau der „Seestadt Aspern“ wenigstens theoretisch die Gelegenheit zu neuen, bahnbrechenden Entwicklungen in Sachen Nachhaltigkeit. Auch wenn es vorerst noch bei kleineren Experimentierräumen und gedanklichen Konzepten wie „Sunpower City“ bleibt:

Coop Himmelb(l)au hat für das neue Stadterweiterungsgebiet Aspern einen Turm entworfen, der mit Batterien von Fotovoltaik-Zellen und geschickt angebrachten Wind-Kleinkraftwerken an der Fassade ein Kunststück schaffen sollte. Er hätte mehr Energie erzeugt, als die Bewohner verbrauchen könnten. Rechnerisch ein Zero Emission Haus, das nun zwar keine Realisierung erfährt, aber die Phantasie der Branche beflügelt.

Die Null-Emissions-Architektur bezieht sich auf den gesamten Lebenszyklus der Gebäude, vom Bau über Betrieb und Unterhalt bis zum Abbruch und zur Entsorgung. Sie basiert auf einer Reihe von Technologien, die erst in den vergangenen paar Jahren zur Marktreife entwickelt worden sind. Vor allem die Möglichkeit, auf physisch dominante, dicke Dämmstoffe verzichten zu können, befreit die Architektur im Bereich der ökologischen Nachhaltigkeit von bisher sehr einengenden Vorgaben.

Erste Schritte zu neuer Architektur

Konferenzen wie die „Zero Emission Cities“ im Wiener Rathaus, lebende Pflanzenkulturen als integrales Bauelement und Energieeffizienz in der Bauplanung sind jedenfalls erste Schritte auf dem Weg zu einer neuen Stadtarchitektur.

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