Der in Südamerika beheimatete Fisch kann Stromstöße erzeugen, die er zum Jagen oder zur Verteidigung nutzt Ein Aal der Strom erzeugt? Hört sich verrückt an, stimmt aber. Und passt als…

Der in Südamerika beheimatete Fisch kann Stromstöße erzeugen, die er zum Jagen oder zur Verteidigung nutzt

Ein Aal der Strom erzeugt? Hört sich verrückt an, stimmt aber. Und passt als kuriose Beobachtung gut in die Vorweihnachtszeit und zu den Adventmärkten.

Vorweg muss aber gesagt werden, dass der Zitteraal kein richtiger Aal ist, sondern zu den Neuwelt-Messerfischen gehört. Sein Körper ist lang und zylindrisch wie der eines Aals. Er lebt in schlammigen, sauerstoffarmen Süßgewässern in Südamerika.
Zweitens: Der Zitteraal (Electrophorus electricus) ist wahrhaftig in der Lage, Stromstöße zu erzeugen. Er setzt sie zur Jagd kleiner Fische, zur Revierabgrenzung, Orientierung, Verteidigung, aber auch für die Paarung ein. Sein Körper ist mit elektrischen Organen besetzt, die hohe Spannungen freisetzen können. Jedes dieser Organe besteht aus vielen stromerzeugenden Elementen, die aber jeweils nur eine geringe Spannung erzeugen. Gemeinsam können die 5.000 bis 6.000 Elektrozyten eine Spannung von mehreren Hundert Volt erzeugen.
Mit seiner Besonderheit, der Erzeugung von Stromstößen, ist der Zitteraal nicht alleine: Es gibt mehrere Hundert andere elektrische Fische wie den Zitterrochen oder den Zitterwels, aber der Zitteraal erzeugt die höchste Spannung. Seinen Namen hat er, weil er für einen kurzen Moment zittert, wenn er seinen Stromstoß abgiebt. Das passiert zum Beispiel bei der Jagd: Der Fisch lauert an der Wasseroberfläche, wenn sich ein kleiner Fisch nähert, gibt er einen Stromstoß ab. Der kleine Fisch wird betäubt und folglich zur Beute gemacht.

In diesem Beispiel jedenfalls, wird der Weihnachtsbaum des Enoshima Aquariums mithilfe des „Zitteraal-Stroms“ beleuchtet:

3 Kommentare

  1. bei aller Liebe zu dieser interessanten Form der alternativen Energiegewinnung sieht mir das Aquarium des Zitteraals doch reichlich unadäquat für das Tier aus. Ob das artgerecht ist?

  2. @greysheep7 ein zitteraal braucht nicht viel platz, da er sich fas tnicht bewegt, siehe das aquarium im schönbrunner zoo, dort wird auch erklärt, warum es so klein ist.

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