Die Linde ist definitiv auch einer unserer Lieblingsbäume. Sie ist in Österreich dieses Jahr zum Baum des Jahres gewählt worden. Fotocredit: © Myri Roet/Pixabay
Die Linde ist definitiv auch einer unserer Lieblingsbäume. Sie ist in Österreich dieses Jahr zum Baum des Jahres gewählt worden. Fotocredit: © Myri Roet/Pixabay
In Großbritannien hat sich eine Organisation zur Aufgabe gesetzt, dafür zu sorgen, dass das Vereinigte Königreich reich an Wäldern und Bäumen ist. Warum Woodland Trust dafür im gesamten Land die Bäume des Jahres wählen lässt.

Das kennst du sicher auch: Es gibt da den einen Baum, der für einen selbst eine ganz besondere Bedeutung hat. Sei es, weil man als Kind so fantastisch gut in den niedrigen Ästen klettern konnte, weil man sich in seinem Schatten im Sommer so herrlich an den Stamm anlehnen und dabei ein gutes Buch lesen konnte oder aber einfach, weil man regelrecht spüren kann, wie viel Geschichte in den oft hunderte Jahre alten Bäumen steckt. 

Lieblingsbäume können mit Baumpflegepreis geschützt werden

Irgendeinen Lieblingsbaum haben also wahrscheinlich viele von uns. Umso trauriger ist es, wenn ein solcher z. B. einem Gewitter zum Opfer fällt, aufgrund mangelnder Pflege Probleme bekommt oder aus anderen Gründen gefällt werden muss. Die Organisation Woodland Trust hat sich in diesem Zusammenhang etwas – wie wir finden – wirklich Großartiges überlegt! Sie prämieren jährlich jeweils einen „Baum des Jahres“ in England, Schottland und Wales. Der Gewinnerbaum erhält von der Organisation, deren Herzstück das Anlegen neuer Wälder ist, einen Baumpflegepreis im Wert von 1000 britischen Pfund. Mit diesem Geld sollen die besonderen Bäume geschützt werden, etwa indem damit die Kosten für notwendige Baumarbeiten, wie Beschneiden, Umzäunen oder Wurzelschutz, gedeckt werden können.

Tausende Menschen stimmen für Lieblingsbäume

Aber auch Bäume, die zwar nicht das Rennen machen, aber in die engere Wahl kommen, erhalten im Rahmen der Teilnahmekriterien einen Baumpflegepreis im Wert von 500 britischen Pfund. Außerdem kann noch jeder, der an der Wahl des „Baum des Jahres“ teilnimmt, selbst einen Gutschein im Wert von umgerechnet etwa 110 Euro gewinnen. Kein Wunder also, dass zuletzt bis zu 15.500 Menschen für ihren Lieblingsbaum abgestimmt haben. Vergangenes Jahr war es der sogenannte „Happy Man Tree“, der in London gewonnen hat. Die 150 Jahre alte Platane leistet als Stadtbaum einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung der Luftverschmutzung und ist derzeit zur Fällung vorgesehen. Der schottische Gewinner ist der „Überlebensbaum“ im Carrifran Valley. Er wird als britischer Baum des Jahres auch für den Europäischen Baum des Jahres im kommenden Februar 2021 eingereicht.

Österreichischer Baum des Jahres

Hierzulande wird der Baum des Jahres vom Kuratorium Wald in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus gewählt. Und welche Baumart für das aktuelle Jahr das Rennen gemacht hat, steht tatsächlich schon fest: Der österreichische Baum des Jahres ist die Sommer- und Winterlinde. Die Linden, mit ihren herzförmigen Blättern, können bis zu 30 Meter hoch und bis zu 800 Jahre alt werden. Kein Wunder also, dass sich in unseren Breiten zahlreiche Mythen um die Linde ranken, die früher oft am Dorfplatz einen wichtigen Treffpunkt und somit Ort der gemeinsamen Zusammenkunft dargestellt hat. Wir finden jedenfalls unabhängig davon, dass die Idee von Woodland Trust durchaus eine ist, die auch hierzulande übernommen werden könnte – und die unseren Blick wieder etwas bewusster für die Großartigkeit der Bäume schärft. 

Quellen: woodlandtrust.org, bmlrt.gv.at / Fotocredit: © Myri Roet/Pixabay


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