Fotocredit: Pixabay/Engin_Akyurt
Fotocredit: Pixabay/Engin_Akyurt
Ist Hunger eigentlich wirklich immer gleich Hunger? Also ist es immer das Gleiche, was wir verspüren, wenn wir sagen, dass wir hungrig sind?

Nein, denn Forscher haben nun herausgefunden, dass wir 5 unterschiedliche Hungergefühle haben können. Erforscht wurden diese 5 Hunger mit Hilfe von Stella und zwar über einen Zeitraum von 30 Tagen. Stella bekam jeden Tag 90 unterschiedliche Nahrungsmittel angeboten, aus denen sie wählen konnte. Nach 30 Tagen wurden die Nährstoff-Daten ausgewertet und man fand heraus, dass Stella intuitiv immer einen Teil Protein (Eiweiß) und 5 Teile Kohlenhydrate und Fette gegessen hat. Ach ja, dazu ist vielleicht noch anzumerken: Stella ist ein Affe. 

Fotocredit: Pixabay/Pexels
Fotocredit: Pixabay/Pexels

Nun stellte man sich natürlich die Frage, wie ein Affe es schaffen kann sich bei dieser großen Auswahl an Lebensmitteln intuitiv richtig und ausgewogen zu ernähren, während viele Menschen hier immer wieder einen Fehlgriff tun. Übergewicht und ernährungsbedingte Herzkrankheiten stehen an der Tagesordnung. 
Man fand dadurch heraus, dass unser Essverhalten nicht – wie wir alle denken – von unserem Hunger bestimmt wird, sondern von 5 unterschiedlichen Formen des Appetits:

  1. Hunger auf Proteine – Eier, Milch, Käse 
  2. Hunger auf Fette – Nüsse, Öle 
  3. Hunger auf Kohlenhydrate – Brot, Nudeln, Reis
  4. Hunger auf Natrium – Wurst und Fischkonserven 
  5. Hunger auf Calcium – Beeren, Joghurt, Gemüse 

Das Problem an der Sache ist, dass wir Menschen verlernt haben uns instinktiv richtig zu ernähren, da wir immer mehr von Chemie und Geschmacksverstärkern in unseren Lebensmitteln geleitet werden. Dazu die Werbung, unser Umfeld, das uns prägt, und auch die Ernährung in unserer Kinderstube. Wir haben uns sozusagen antrainiert, uns großteils falsch und ungesund zu ernähren. 

Iss dich mit diesen 5 Tipps gesund

1- WÄHLE EIWEISSREICHE LEBENSMITTEL 

Hier hast du die Wahl – je nach Ernährungsform – aus einer Vielzahl von tierischen und pflanzlichen Quellen auszuwählen. Die Proteinauswahl reicht von Fisch und Geflügel, Eiern und Milchprodukten weiter zu Samen, Nüssen und Hülsenfrüchten. Hier ist für jede/n etwas dabei und du erreichst so nicht nur, dass dein Proteinbedarf gedeckt wird, du stillst damit auch gleich einen der 5 Hunger. 

Fotocredit: Pixabay/ulleo
Fotocredit: Pixabay/ulleo

2- VERMEIDE VERARBEITETE LEBENSMITTEL 

Was verstehen wird darunter? Wenn du dir die Zutatenliste auf einem Produkt anschaust und dabei feststellst, dass du die Hälfte nicht kennst oder beinahe nichts davon in deiner eigenen Küche beim Kochen verwenden würdest, dann solltest du für eine gesunde und ausgewogene Ernährung die Finger davon lassen. Hier wurden dann Aromen, Geschmacksverstärker und Süßungsmittel zugesetzt, um das Gericht schmackhafter zu machen. 

3- SCHLAFE AUSREICHEND 

Man hört es immer wieder, dass Schlaf wichtig ist. Oft tut man das als Bla Bla ab, weil wir ja alle selbst am besten wissen, wie viel Schlaf wir brauchen. Oder besser gesagt, mit wie viel Schlaf wir auskommen. Unsere Ernährung hat aber tatsächlich viel mit unserem Schlaf-Wach-Rhythmus zu tun, weswegen wir 7-8 Stunden pro Nacht schlafen sollten, um hier neben Bewegung und der gesunden Lebensmittelzufuhr wirklich ausgewogen zu sein. 

Fotocredit: Pixabay/keresi72
Fotocredit: Pixabay/keresi72

4- HÖRE AUF DEINEN HUNGER

Intuitives Essen hat viel damit zu tun auf denen Körper zu hören und ihm dann das zu geben, was er wirklich braucht. Das Tückische hierbei ist, wenn du Lust auf Salziges, Deftiges verspürst, kommt hier sehr schnell der Griff in die Chipstüte oder zum fettigen Fastfood. Spricht nichts dagegen auch diesem Verlangen ab und zu nachzugeben, doch dein Körper schreit hier eigentlich nur nach Proteinen. Das tolle ist nämlich, wenn du deinen Proteinhaushalt ausreichend gesättigt hast, dann gibt sich das Verlangen nach Kohlenhydraten und ungesunden Fetten von selbst. Dein Kalorienhaushalt balanciert sich ganz alleine. 

5- LASS DIR ZEIT

„Gut gekaut ist halb verdaut“ heißt es nicht umsonst, denn das ist ein entscheidender Faktor in unserer Ernährung. Wir neigen immer mehr dazu schnell schnell am Schreibtisch was in uns zu stopfen oder das Abendessen förmlich einzuatmen, weil wir nach einem langen Tag schon so hungrig sind. 
Das alles führt dazu, dass unser Körper die aufgenommene Nahrung nicht richtig verdauen kann. Das wiederum hat zur Folge, dass auch die Nährstoffe nicht gut aufgenommen werden und unser Organismus ewig damit beschäftigt ist etwas vermeintlich leichtes zu verdauen. 

Achte auch darauf, dass du deinem Körper zwischen den Mahlzeiten immer ausreichend Zeit gibst, um zu verdauen. Zumindest 4 Stunden sollten zwischen Mittag- und Abendessen liegen. Dazu bitte auch nicht erst um 22 Uhr Abendessen, denn dann hast du keinen erholsamen Schlaf. 

Versuche mal etwas genauer hinzuschauen, wenn du das nächste Mal „Hunger“ verspürst und auf deinen Körper zu hören, was er momentan wirklich braucht. So kannst du wieder zurück finden zur instinktiv richtigen Ernährung, sparst dir Diäten, Ernährungspläne etc. Denn du weißt dann ja genau, was für dich gesund und richtig ist.