Bambus
Bambus
Eine alternative zur Baumwolle.

Hast Du Dich schon mal damit auseinander gesetzt, wie nachhaltig es in Deinem Kleiderschrank aussieht? Baumwolle wird ja gerne gekauft weil es ein natürlicher Rohstoff ist, ökologisch gesehen jedoch ist der Anbau von Baumwolle eine kleine Katastrophe.

Sowohl der immense Wasserverbrauch als auch der hohe Pestizideinsatz lassen den ökologischen Fußabdruck des Baumwoll-T-Shirts nicht gut aussehen.

Bio-Baumwolle ist natürlich eine Alternative, denn da darf kein Gift auf die Felder ausgebracht werden. Der Wasserbedarf jedoch ist auch hier gleich hoch.

Nachhaltiger Bambus-Anbau

Bambus ist eine der am schnellsten wachsenden Pflanzen. Bis zu einem Meter am Tag, kann das grüne Wunder dem Himmel entgegen kommen. Da Bambus auch ohne den Einsatz von Pestiziden auskommen, ist er von Natur aus BIO. Was Bambus noch so interessant als ökologischen Rohstoff macht ist, dass er ohne künstliche Bewässerung auskommt. Das ist in Zeiten der nahenden Wasserknappheit Goldes wert.

Entgegen landläufiger Meinung ist Bambus übrigens ein Süßgras und kein Baum, auch wenn er bis zu 35 Meter hoch werden kann und einen Stammdurchmesser von bis zu 40cm erreichen kann, was eigentlich schon ziemlich nach „Baum“ aussieht 😉

In etwa 4-7 Jahren härtet der Stamm aus und würde danach verrotten. Es werden in den Bambushainen also die verholzten „Halme“ entfernt und machen so den frisch nachwachsenden Halmen Platz. Zur Bambusgewinnung wird also kein Baum gefällt.

Produkte aus Bambus

Es ist also nachvollziehbar, dass Bambus als Rohstoff der Öko-Szene entdeckt wurde. Als nachhaltiger Holzersatz werden Möbel, Böden, Schüsseln und Vasen, Tastaturen und andere Alltagsgegenstände gefertigt. Auch die Hersteller von Öko-Mode haben den Rohstoff Bambus für sich entdeckt.

Aus Bambus gefertigte Kleidung ist umweltfreundlich und richtig trendy. Superweiches, anschmiegsames Material. Und ja, sehr erfreulich: bügelfrei! Zusätzlicher Vorteil ist, dass Bambusstoff im Vergleich zu Baumwolle viel mehr Feuchtigkeit absorbiert, was den Stoff im Sommer kühler und im Winter wärmer macht.

Wer Bambus im eigenen Garten pflanzt muss jedoch achtsam sein, dann er vermehrt sich wie alle Rasengräser über die Ausläufer und kann bald außer Kontrolle geraten. Gerade nahe an der Terrasse kann das sehr unerfreulich werden, wenn der Bambus die Platten hebt. Abhilfe schafft hier nur eine sogenannte Rhizomsperre, die das Verbreiten der Ausläufer in unerwünschte Regionen unterbindet.

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Quelle und Bildrechte © biokontakte.com

 

1 Kommentar

  1. Viele wissen glaube ich nicht, dass Bambus einer der am schnellsten nachwachsenden Pflanzen ist. Ich habe deswegen auch meinen Gartenzaun aus Bambus gewählt. Da muss man kein so schlechtes Gewissen haben, wie bei Regenwald-Holz.

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