Vor der dänischen Küste soll eine künstliche Insel entstehen, auf der eine Windfarm angelegt wird.

Offshore-Windanlagen haben eine Reihe an Vorteilen gegenüber Anlagen an Land. So sind die Windbedingungen draußen auf See konstanter und es sind keine Hindernisse vorhanden, die den Wind bremsen. Im Meer gibt es auch selten Anwohner die sich an den Windturbinen stören und alles dransetzen um deren Bau zu verhindern. Deshalb setzt man bei Offshore-Parks oft auf höhere Turbinen und auf eine größere Anzahl. Die Dänen sind Weltmeister, wenn es um die Erzeugung von Windenergie geht. Der Anteil von Windenergie am dänischen Gesamtenergiemix wird jährlich grösser. Das hängt natürlich auch damit zusammen, dass man vor Dänemarks Küste ideale Bedingungen für Offshore Windparks vorfindet.

Nun wollen die Dänen aber noch eines draufsetzen und planen eine 120.000 Quadratkilometer große künstliche rechteckige Insel auf der ein Windpark entstehen soll. An drei Seiten soll diese von einem Damm geschützt werden, an der vierten Seite entsteht ein Hafen in dem Schiffe für die Wartung der Turbinen sicher anlegen können. Das Projekt wird zu 51 Prozent von der dänischen Regierung und zu 49 Prozent von privaten Unternehmen finanziert. Das Vorhaben wird das größte Bauprojekt der dänischen Geschichte werden.

Bis zu fünf Gigawatt sollen dann in der ersten Phase auf der Insel produziert werden, was viermal so viel ist, wie die bisher größte Windfarm. Gemeinsam mit anderen bereits existierenden On- und Offshore Parks, wird dieses Riesenprojekt Dänemark zu einem Nettoexporteur sauberer Energie an seine Nachbarländer machen. In fünf Jahren soll der Bau der Windinsel beginnen, ob sie bis 2030 – dem Jahr in dem die Paris-Ziele erreicht sein sollen – fertiggestellt werden kann, ist allerdings fraglich. Wenn das Projekt verwirklicht ist, wird es wohl auch nicht mehr der weltgroße Windpark sein, den in Südkorea wurde kürzlich ein noch größeres Projekt vom Präsidenten genehmigt. Das südkoreanische Projekt soll eine Leistung von 8,2 Gigawatt bringen, das ist sieben Mal mehr als der heute größte Windpark leisten kann und auch deutlich grösser als das dänische Projekt.


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Bild: Danish Energy Agency