Fotocredti: Screenshot Youtube
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Statt höher und größer: Windkraftanlagen mit Multirotoren sollen Turbulenzen einfangen und so Vorteile gegenüber herkömmlichen Anlagen bieten.

Eine Studie der dänischen Universität Aarhus und der britischen Universität Durham lässt aufhorchen. Nicht noch höhere und noch größere Windanlagen seien die Zukunft der Windenergie, sondern viel mehr sind es Systeme, die auf Multirotoren setzen. Anhand von Computersimulationen zeigten die Wissenschafter, dass eine Turbine mit vier Rotorköpfen mit je drei Flügeln auf einem einzigen Turm Vorteile hat gegenüber Systemen, die bisher im Einsatz sind und waren.

Durch Turbulenzen, die entstehen, wenn der anströmende Wind die Rotorblätter passiert, entsteht der sogenannte Wake-Effekt. Nutzt man diesen geschickt aus, so lässt sich mit Multirotoren effizienter Strom erzeugen als mit herkömmlichen Windanlagen. Einerseits fällt dank der neuen Systeme die Stromernte besser aus, andererseits ist die Materialbelastung geringer. Auch fällt der teurer Transport der immer größeren Anlagen und Komponenten sowie die aufwändige Montage weg.

Wie die Wissenschafter feststellten, würde ein Multirotor bei gleicher Fläche rund 15 Prozent weniger kosten. Außerdem sei die Anlage auch wesentlich leiser und viel leichter zu transportieren. Dabei erzeuge die Anlage auch um rund zwei Prozent mehr Energie.

Neu ist die Idee nicht. Bereits 2016 testete der dänische Hersteller Vestas ein solches System in der Nähe von Roskilde. Nach zwei Jahren Messung zeigte sich dort ein Mehrertrag. Weiterverfolgt hat Vestas die Entwicklung solcher Systeme allerdings nicht. Warum, ist nicht bekannt. Auch der Hersteller Aerodyn testet derzeit eine Multirotoren-Anlage.

Hier kansnt du den Multirotor von Vestas in Betrieb sehen:

httpv://www.youtube.com/watch?v=c273nAMPdp8

Quelle: „Die Zukunft der Windkraft liegt im Multirotor

Foto: Screenshot Youtube


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