Das Fahrrad scheint auch in Österreich wieder zu einem alltäglichen Verkehrsmittel zu werden. Radfahren ist umweltfreundlich und die zusätzliche Bewegung schadet dem Körper nicht. In den vergangenen Jahren waren Mountain-…

Das Fahrrad scheint auch in Österreich wieder zu einem alltäglichen Verkehrsmittel zu werden. Radfahren ist umweltfreundlich und die zusätzliche Bewegung schadet dem Körper nicht.

In den vergangenen Jahren waren Mountain- und Citybikes sehr beliebt, derzeit stehen Rennräder auch im urbanen Raum hoch im Kurs. Neben den normalen Fahrrädern geht der Trend bei den Radfahrern immer mehr hin zum Klappfahrrad, das nun Faltrad genannt werden mag.

Das Klappfahrrad

Falträder sind die erste Wahl für eine reibungslose Kombination mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Auto oder Boot. Im ausgehenden 19. Jahrhundert ließ die fortschreitende Urbanität, der Ausbau des Eisenbahnnetzes und die beginnende Automobilität in Europa und den USA Menschen über die Entwicklung eines einfacher zu transportierenden Fahrrads nachdenken. Zahlreiche Nationen setzten Klappräder zunächst bei ihren Armeen, vor allem bei den Fallschirmspringern, ein.

Nach dem Zweiten Weltkrieg geriet das Klapprad in Vergessenheit, bis in den 60er und 70er Jahren die Nachfrage wieder boomte. In fast jedem westeuropäischen Land erzeugte zumindest ein Unternehmen Klappräder, damals als Alternative zum traditionellen Fahrrad. Erst in den letzten Jahren stieg das Interesse für Klappräder langsam aber stetig wieder an.

Gefordert: einfache und schnelle Faltbarkeit

Heutzutage sagt man Faltrad zum ehemaligen Klapprad. In den Städten sind immer mehr Menschen auf den kleinen Gefährten zu sehen. Die Qualität hat sich im Vergleich zum Klapprad deutlich verbessert. Ein Faltrad muss nicht mehr mithilfe eines Schraubenschlüsselsets zerlegt werden, sondern es lässt sich zusammenschieben, besitzt Scharniere und bei einigen Modellen lassen sich auch Lenker und Sattel einfach umklappen.

Schweizer Verbrauchermagazin testet Falträder

Entscheidend sind ein ausgereifter Faltmechanismus, geringes Packmaß sowie Gewicht und ein sicheres Fahrverhalten. Im Einsatz zeichnet sich das Faltrad durch Wendigkeit, Schnelligkeit und einen sehr guten Fahrkomfort aus. Freihändiges Fahren oder eine Vollbremsung bei Nässe sollte man, bedingt durch die kleinen Räder und die besondere Bauweise, jedoch nicht unbedingt ausprobieren.

Die Auswahl ist mittlerweile groß, entscheidend ist der Einsatzzweck: urbanes Kurzstreckenfahrzeug für häufiges Falten und Tragen oder reisetaugliches Faltrad für den gelegentlichen Bahn- und Lufttransport. Falträder können in Zug und Flugzeug als Handgepäck reisen. Die Einstiegspreise von namhaften Marken-Falträdern liegen bei ca. 500 Euro, sehr gute Modelle gibt es um rund 1.000 Euro, nach oben sind dann kaum Grenzen gesetzt.

6 Kommentare

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