Welche Arbeiten man im Herbst im Gemüsegarten machen sollte, um auch im Winter bzw. im darauffolgenden Jahr eine reiche Ernte einzufahren

Es herbstelt im Gemüsebeet und die ersten Pflanzen haben ihre besten Zeiten schon hinter sich. Wenn man Gemüse selbst anbaut, mit Bio-Erde und Bio-Samen, kann es eigentlich nicht mehr „Bio“ am Teller sein! Das ist auch gar nicht schwer und auch auf kleinstem Platz möglich (glaubt mir, mein Balkon ist winzig!) Die Hauptarbeit geschieht im Frühjahr, wenn alles geplant und gepflanzt wird, aber auch im Herbst kann man einiges tun, um im nächsten Jahr eine reiche Ernte einzufahren. Hier meine Tipps und Tricks für einen fruchtbaren Gemüsegarten:

Samen sammeln

Von vielen Gemüsesorten kann man ganz einfach Samen für das nächste Jahr sammeln. Dazu zählen zum Beispiel Kürbis, Tomaten und Gurken. Diese Samen werden getrocknet und in Papiersäckchen aufbewahrt. (Eine tolle Vorlage zum Ausdrucken gibt es zum Beispiel hier.)

Säubern

Alle abgestorbenen oder ausgetrockneten Pflanzen und Unkraut werden aus dem Garten entfernt. Im Gemüsegarten entfernt man jene Pflanzen, die keine weiteren Früchte mehr produzieren werden. (Als Faustregel gilt, dass bei trocken-warmem Herbstwetter noch etwas reifen kann. Bei Frühfrost oder Dauerregen hat es allerdings keinen Sinn, Tomaten und Co. länger im Beet zu lassen) Anschließend wird der Boden gut gelockert. (Achtung: Bäume und Pflanzen zu schneiden, ist keine Arbeit für den Herbst, da neue Triebe den Winter eventuell nicht überstehen würden)

Düngen

Der Herbst ist die beste Zeit, um den Garten mit Kompost oder anderen biologischen Düngern zu nähren. Das trägt dazu bei, dass im nächsten Jahr mit einer üppigen Ernte zu rechnen ist. Hat man keinen eigenen Komposthaufen, kann man diesen auch kaufen. In Wien zum Beispiel kostenlos auf den Mistplätzen, siehe hier.

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Pflanzen

Nun ist der Garten bereit für neue Pflanzen! Es gibt zahlreiche Gemüsesorten, die man auch noch im Herbst pflanzen und über die Wintermonate ernten kann. Salat zum Beispiel, Rucola, Grünkohl, Senf, Winterspinat und Mangold. Auch Wurzelgemüse wie Karotten, Rüben und Radieschen sind eine hervorragende Wahl. Sie alle lassen sich leicht kultivieren und mögen das kalte Wetter. Frühlingszwiebel, Lauch, Fenchel, Broccoli, Wintererbsen und Karfiol gedeihen im Herbst auch sehr gut. Bei manchen Sorten empfiehlt es sich, Vlies auf die Erde zu legen, um die Wärme etwas länger im Boden zu halten.

Manche Pflanzen muss man auch schon im Herbst säen, um im nächsten Frühjahr ernten zu können. Dazu zählt zum Beispiel der Knoblauch.

Vermehren

Mehrjähriges Gemüse, wie zum Beispiel Rhabarber, kann im Herbst am besten vermehrt werden. (Auch auf Obstsorten wie Himbeeren oder manche Erdbeersorten trifft das zu.)

Habt ihr noch weitere Tipps? Happy Gardening!

Quellen:
http://deavita.com/gartengestaltung-pflege/haus-garten/ein-gemusegarten-im-herbst.html
http://www.gartenratgeber.de/Gartenratgeber/Archiv/Okt07/Gem10_07.html
http://suchtdasglueck.at/samen-sammeln-mit-kindern/
http://www.gartentipps24.de/nutzgarten/gemuse-garten/nutzgarten-gemuese-garten-herbstarbeiten-im-gemuese-garten.html

Bilder/Fotograf: 
http://deavita.com/

ulli goeblUlrike Göbl, MA

Die nebenberufliche Fitness- und Ernährungstrainerin beschäftigt sich schon seit ihrer Jugend mit gesunder Ernährung und alternativen Lebensweisen. 2010 begann die begeisterte Hobbyköchin ihren Foodblog „Fit & Glücklich“. Dort vereint sie ihre Liebe zu gutem Essen und Sport mit dem Versuch, die Balance im Leben zu finden. Seit 2012 vernetzt sie mit einer Kollegin auch noch die Österreichischen Foodblogger auf einer eigenen Plattform und hat 2015 auch ein Kochbuch  zum Thema „Clean Eating“ geschrieben.

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