Fotocredit: Pixabay/bohed
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Machst du das heute noch, oder Prokrastinierst du schon?
Jeder von uns kennt es: die unliebsamen Aufgaben werden gerne mal vor uns her geschoben. Solange das im Rahmen bleibt, ist ja alles gut. Aber ständiges Aufschieben kann krankhaft werden.

„Schiebe nicht auf morgen, was du heute kannst besorgen“. 

Unter „Prokrastination“ versteht man das chronische und exzessive Aufschieben von unliebsamen Arbeiten, Pflichten und Erledigungen, die schon eher dringlich sind. Und das, obwohl man dabei genau weiß, dass es negative Konsequenzen haben wir. Oft wird bis zur letzten Sekunde aufgeschoben oder die Aufgabe gar nicht erst erledigt. 

Einmal etwas aufzuschieben oder nicht zu erledigen ist ja nicht weiter schlimm. Wenn sich das allerdings dauerhaft einschleicht, wird das immer weiter wachsende schlechte Gewissen und die unverhältnismäßige gedankliche Beschäftigung mit dem jeweiligen Thema zur großen Last. 

Fotocredit: Pixabay/successtiming
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WELCHE SYMPTOME HAT PROKRASTINATION ? 

Das chronische Aufschieben von Verantwortungen kann wirklich massive Symptome mit sich bringen. Angst, Schlafstörungen, Anspannung und Stress sind nur einige davon. Dazu können Herz-Kreislauf Beschwerden und ein quälendes, schlechtes Gewissen kommen. Du siehst, damit ist wirklich nicht zu spaßen. 

Echte Prokrastination erkennt man daran, dass sie über einen langen Zeitraum anhält und sich durch sie ernsthafte Probleme ergeben. Trotzdem wird das Verhalten aber beibehalten. Betroffene schieben Aufgaben weiterhin auf die lange Bank, auch wenn sie schon körperliche und emotionale Beschwerden davon haben. 

Wenn du das Gefühl hast, dass du unter einer Form der Prokrastination leidest, dann stelle dir selbst die Frage, was genau diese Unlust bei dir erzeugt. Findest du deine Aufgaben zu schwer, zu langweilig oder gar unsinnig? 
Dann überleg dir in einem nächsten Schritt, wie du die Arbeit vielleicht spannender gestalten könntest, um sie dir selbst schmackhafter zu machen. 

Fotocredit: Pixabay/RoyBuri
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DIE TOP 5 TIPPS GEGEN PROKRASTINATION 

1- NIMM DIR ZEIT

Oft machen wir den Fehler Projekte in ihrem Zeitaufwand zu unterschätzen. Das baut Stress auf und verhindert oftmals tatsächlich, dass mit der Arbeit dafür begonnen wird. Wir denken uns stattdessen „das schaffe ich sowieso nicht mehr rechtzeitig“. 
Wenn du dir aber genügend Zeit einplanst und von vorne herein überzeugt bist, dass sich alles ausgehen wird, geht auch die Arbeit viel leichter von der Hand. 

2- TRAUE DIR ETWAS ZU 

Wenn die Angst, den Ansprüchen der Anderen oder der Chefs gar nicht erst gewachsen zu sein, da ist, dann hemmt uns das enorm in unserer Arbeit. Wir fangen gar nicht an uns an die Aufgabe heran zu trauen, weil eine Enttäuschung vorprogrammiert ist. 
Trau dir selbst mehr zu und überwinde deine negativen Gedanken hier, denn Gedanken haben eine enorme Macht. Der Glaube an dich selbst und an deine Fähigkeiten wird dich schneller voran bringen. 

3- BLEIBE IN BALANCE 

Oftmals schieben wir Dinge deshalb auf, weil wir dann das Gefühl haben auch mal zu unserer Freizeit zu kommen statt immer nur zu arbeiten. Das ist sehr kurz gedacht, denn die feine Pause wird oft mit einem schlechten Gewissen quittiert. 
Eine bessere Option ist hier die Balance zwischen Freizeit und Arbeit zu wahren und hier einen guten Dreh für beides zu finden. 

4- GROSSE AUFGABEN AUFTEILEN 

Viel zu oft prokrastinieren wir, weil wir den Überblick über eine zu große Aufgabe verloren haben. Schau hier auf das Gesamtbild und definiere dann welche kleinen Schritte und Teil-Aufgaben dazu notwendig sind. Plane hier gleich Puffer ein und auch deine eigene Freizeit und Pausen. 
So kannst du das Gesamtbild wie ein Puzzle Stück für Stück zusammen bauen. 

Fotocredit: Pixabay/RoyBuri
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5- BEGINNE JETZT 

Es gibt eine Regel, die besagt: wer sich etwas vornimmt, der muss innerhalb der ersten 72 Stunden danach den ersten Schritt machen. Sonst sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass das Projekt überhaupt jemals begonnen wird. Geschweige denn jemals fertig gestellt. 
Also am besten setzt du dir hier selbst das Ziel möglichst nach 48 Stunden schon den ersten Schritt zu machen, um auf jeden Fall an dein Ziel zu kommen.