Eines der größten Umweltprobleme ist die Plastikverschmutzung. Dies könnte aber bald ein Ende haben, sollte es Studierenden der Yale Universität gelingen, in größerem Rahmen einen Pilz zu züchten, der sich von Plastik ernährt.

Plastikverschmutzung ist höchst schädlich für das Ökosystem der Erde, angesichts des Plastikmülls in den Ozeanen wird das Problem recht deutlich. Plastik wird äußert langsam abgebaut, und es verrottet nicht. Ein biologischer Abbau erfolgt nicht, unter dem Einfluss von UV-Strahlen zerfällt es lediglich in kleine Bestandteile, in sogenanntes Mikroplastik.

Die Reduktion von Plastikmüll muss dringend angegangen werden, denn der Großteil des Abfalls landet in den Ozeanen und beeinträchtigt das Meeresleben. Das ist nicht nur schlecht für die Meerestiere, sondern auch uns Menschen, weil wir die Fische essen, die wir mit unserem Müll vergiften. Organisationen wie Plastic Bank versuchen der steigenden Menge an billigem Plastik in den Meeren beizukommen, aber es wird immer mehr Kunststoff produziert und weggeschmissen.

Vielleicht hilft uns ja ein wenig Forschergeist bei der Reduktion von Plastikmüll. Denn Studierende der Yale Universität haben auf einer Expedition durch den Regenwald Ecuadors einen Pilz entdeckt, der richtiggehend Appetit auf Polyurethane – die unter anderem in Schuhsohlen oder Schläuchen verwendet werden – zu haben scheint. Der Pilz kommt sogar mit einer puren Polyurethane-Diät zurecht und benötigt auch keinen Sauerstoff. Eine Mülldeponie scheint das perfekte Habitat für diesen Pilz zu sein.

In einem Fachartikel haben die Forscher bekanntgegeben, dass sie das für den Abbau von Plastik verantwortliche Enzym isolieren konnten. Es ist noch unklar, wie der Pilz bei der biologischen Sanierung eingesetzt werden kann, aber vielleicht werden bald Geflechte dieses Lebewesens auf den Ozeanen ausgesetzt, die das herumtreibende Plastik aufnehmen und dann zu Boden sinken.

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