Regional erneuerbare Energie zu produzieren und zu teilen: Das ermöglichen Energiegemeinschaften. Fotocredit: © Klima- und Energiefonds
Regional erneuerbare Energie zu produzieren und zu teilen: Das ermöglichen Energiegemeinschaften. Fotocredit: © Klima- und Energiefonds
Energiegemeinschaften sind nicht nur ein fortschrittlicher Meilenstein in Sachen erneuerbarer Energie, sondern ermöglichen Privatpersonen, aktiv Teil der nachhaltigen Energiezukunft zu sein.

Beim Thema Solarenergie auf privaten Hausdächern stellt sich oft die Frage: Was tun, wenn die mit Sonnenkraft erzeugte Energie nicht ausreicht? Eine andere Frage, die in Sachen Energiewende allerdings genauso bedeutsam ist, ist: Was passiert, wenn das Gegenteil der Fall ist? Also was ist, wenn ein Haushalt beispielsweise mehr Energie produziert, als er verbraucht? Bisher musste die überschüssige Energie gegen ein sehr geringes Entgelt in das öffentliche Netz eingespeist werden. Denn bis vor kurzem war es hierzulande nicht möglich, dass sich Menschen Strom teilen, ohne dass Institutionen dazwischen geschaltet werden mussten. 

Energiegemeinschaften als enormer Fortschritt

„Das hat unsere Gesetzgebung aber jetzt nicht nur möglich gemacht, sondern mit Subventionen sogar noch unterstützt. Darum muss der Nachbar Franz, der sich im selben Netzkreis wie ich befindet, und mir seinen Strom schickt, nicht die vollen Netzgebühren zahlen. Sondern die Regierung hat ein reduziertes Netzentgelt ermöglicht für die, die untereinander den Strom tauschen. Damit zählt Österreich auf einen Schlag zu den fortschrittlichsten Ländern im Energiebereich“, hat uns dazu Blockchain-Profi Kai Siefert bereits vor einiger Zeit erklärt, als wir ihn dazu befragt haben, wie man dem Strom eigentlich das berühmte Mascherl anhängen kann. Das fortschrittliche neue Gesetz ermöglicht Privatpersonen, Teil der Energiewende zu sein und gleichzeitig lokalen Strom nicht nur zu produzieren, sondern auch zu erwerben. Möglich machen das die neuen Energiegemeinschaften. 

Zahlreiche Vorteile der Energiegemeinschaften

Im Rahmen dieser Gemeinschaft ist es nun möglich, erneuerbare Energie zu erzeugen, zu speichern, zu verbrauchen und zu verkaufen. Und zwar zu einem Preis, den man sich selbst mit den Teilnehmenden der Gemeinschaft vereinbaren kann. Voraussetzung ist allerdings, dass die Beteiligten an der Energiegemeinschaft im gemeinsamen Nahbereich angesiedelt sind. Eine Möglichkeit der regionalen Stromproduktion sozusagen. Das neue Gesetz stellt tatsächlich einen Meilenstein für die österreichische Energiepolitik dar, der auf die Förderung erneuerbarer Energien, Regionalität und auf soziales Miteinander abzielt. Energiegemeinschaften ermöglichen dabei, ein dezentrales und auch unabhängiges Energiesystem zu schaffen, wirtschaftliche Anreize zu genießen und die lokale Wertschöpfung zu festigen. Eine eigens eingerichtete Koordinationsstelle sorgt nun in Zusammenarbeit mit den Bundesländern dafür, dass solche Gemeinschaften möglichst einfach geschaffen sowie betrieben werden können.

Quellen: energiegemeinschaften.gv.at, diepresse.com / Fotocredit: © Klima- und Energiefonds


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