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Bei der EXPO 2015 kann man ein Stückchen vom US-Pavillon kosten.

Das Thema der diesjährigen EXPO in Mailand lautet „Feeding the Planet – Energy for Life“. 140 teilnehmende Länder beschäftigen sich in individuellen Pavillons damit, wie man auf nachhaltige Weise genügend gesunde, schadstofffreie Nahrung für die gesamte Weltbevölkerung produzieren kann. Die Besucher haben in den Pavillons auch die Möglichkeit landwirtschaftliche und kulinarische Innovationen und Traditionen der einzelnen Teilnehmerländer mit ihrem Geschmackssinn zu erfahren. Auch Österreich ist mit einem spannenden Projekt vertreten, „Breath Austria“, denn saubere Luft ist eine Grundvoraussetzung für die Produktion gesunder Lebensmittel.

Wir möchten an dieser Stelle aber über den US-Amerikanischen Pavillon berichten, dessen Architektur sich auf verschiedenen Ebenen mit den Themen Nachhaltigkeit, Ernährung, Gesundheit und Technologie beschäftigt.

Die Fassade des langen, schmalen Gebäudes ist begrünt, auf einer Fläche von mehr als 650 m² wachsen verschiedenste Gemüsepflänzchen in Hydrokultur. Sammelbecken am Dach des Gebäude versorgen die Pflanzen, welche täglich geerntet werden und von den EXPO-Besuchern gekostet werden können. Durch einen Hain aus Eichen, dieser Baum ist eines der amerikanischen Nationalsymbole, gelangt man zum Hangar-artigen Eingang des Pavillons. Im Inneren spaziert man über einen hölzernen Steg, welcher aus wiederverwertetem Holz der Coney Island Strandpromenade gebaut wurde. Die Dachterrasse wird durch intelligentes Glas, welches je nach Sonneneinstrahlung seine Farbe und Lichtdurchlässigkeit verändert, geschützt und beschattet.

Die gesamte Anlage ist so konstruiert, dass sie wieder abgebaut werden kann und ein Großteil des Materials einer neuen Verwendung zugeführt werden kann. Der verantwortliche Architekt, James Biber, bezeichnete es als „sein nächstes Projekt“ eine neue Verwendung für die riesige bepflanzte Fassade nach der EXPO zu finden.

Vor dem Gebäude kann man sich bei verschieden Food Trucks von der Vielfältigkeit und Qualität der modernen und traditionellen amerikanischen Küche überzeugen. Obwohl viele einen anderen Eindruck haben, haben nämlich auch die USA viele schmackhafte, nachhaltig produzierte und gesunde Lebensmittel, und vor allem auch eine lange Street-Food-Tradition, die zur Zeit durch die überall anzutreffenden Food Trucks einen neuen Höhepunkt erreicht.

Titelbild: James Biber

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