Bei hochsommerlichen Temperaturen möchte man den Kleinen mit einem bunten Planschbecken Abkühlung und Spaß bereiten. Ergebnissen von Öko-Test zufolge setzt man sie dabei in den meisten Fällen einem wahren Gift-Cocktail…

Bei hochsommerlichen Temperaturen möchte man den Kleinen mit einem bunten Planschbecken Abkühlung und Spaß bereiten. Ergebnissen von Öko-Test zufolge setzt man sie dabei in den meisten Fällen einem wahren Gift-Cocktail aus.

Im aktuellen Test fallen 13 von 16 Modellen mit dem Urteil „ungenügend“ durch. Ein Becken wurde mit „mangelhaft“ bewertet, ein anderes gerade mal mit „ausreichend“.

Nur ein Planschbecken aus Hartplastik war tadellos und kann empfohlen werden – immerhin.

Schadstoffe im weichen Kunststoff

Weichplastik enthält eine große Menge an Schadstoffen. In 13 der 16 Modelle wurden etwa polyzyklische Kohlenwasserstoffe (PAK) nachgewiesen. Diese Substanzen gelangen durch Weichmacheröle in das Material und können krebserregend sein. In einigen Planschbecken steckt das Lösemittel Isophoron, das Augen, Haut und Atemwege reizen kann. Eine krebserzeugende Wirkung kann ebenfalls nicht ausgeschlossen werden.

In zwei Produkten wurden zu hohe Phthalatgehalte gefunden, in einem lagen zu hohe Konzentrationen der Weichmacher DINP und DIDP vor. Dies sind beides Phthalate, die in Babyartikeln in einer Konzentration von über 0,1 Massenprozent verboten sind. Bis auf drei Pools, die frei von Weichmachern waren, fand man in allen anderen Modellen die Substanzen DEHT und DINCH. Diese Weichmacher sind noch nicht ausreichend erforscht.

DINCH – neuer Weichmacher mit unbekannten Folgen

Viele Phthalate – wie DEHP, DBP oder BBP – sind in der EU seit 2005 in Spielzeug und Babyartikeln ab einer Menge von einem Gramm pro Kilogramm verboten. Die Hersteller verwenden nun Weichmacher wie DEHT und DINCH. Nach Untersuchungen von Umweltschutzbehörden ist DINCH weder erbgutschädigend, fruchtschädigend, fortpflanzungsschädigend oder krebserregend. Öko-Test merkt dazu an, dass eine seriöse Risikoeinschätzung für die menschliche Gesundheit ohne Langzeitstudie jedoch kaum möglich sei.

Bisher wurde jedenfalls beobachtet, dass DINCH in den menschlichen Organismus gelangt. Dies hat man anhand von Urintests nachgewiesen. Seit der Markteinführung von DINCH im Jahr 2002 seien die Belastung im Hausstaub sowie gemessene Konzentrationen in Urinproben kontinuierlich gestiegen.

Quellen:

http://presse.oekotest.de/presse/PM-M1407-Planschbecken.pdf

http://www.oekotest.de/cgi/index.cgi?artnr=104374&bernr=07&gartnr=1&suche=Planschbecken

Bildquelle: oekotest.de

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