Bildcredit: YOLK
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Um Kindern in Kenia Bildung statt Kinderarbeit zu verschaffen, hat sich ein Koreanisches Start-up einen besonderen „Trick“ ausgedacht.

Jedes fünfte Kind im Afrika südlich der Sahara kann keine Schule besuchen. Die Familien sind nämlich zu arm, um ihren Kindern Bildung zu ermöglichen. Stattdessen müssen die Kinder mithelfen, die Familie zu ernähren. In anderen Worten: sie müssen arbeiten. Dies führt aber unweigerlich auch in der Kindergeneration zu Armut.

Zugleich ist das Handy in diesen Regionen der Welt ein wichtiges Kommunikations- und Zahlungsmittel. Zehn bis 20 Prozent ihres Einkommens geben die betroffenen Familien für das Laden ihrer Handys in sogenannten „Charging Shops“ aus. Dafür nehmen sie auch schon mal sechs Stunden Fußmarsch in Kauf, und zwar zwei bis drei Mal pro Woche. Denn Strom zu Hause haben die Allerwenigsten.

Zwei Fliegen mit einer Klappe

Das Koreanische Start-up Yolk will diese beiden Probleme auf einmal lösen. Mit ihrer Solar-Kuh locken sie die Kinder in die Schule. Und das sieht so aus: Die Kinder bekommen eine Powerbank, die sie während des Unterrichts an der Solar-Kuh aufladen können. Dabei handelt es sich um ein Gestell, das wie eine Kuh aussieht. Am Rücken hat es Solarpanele und statt der Euter sind Steckplätze für die Powerbanks installiert. So ersparen sich die Eltern nicht nur die stundenlangen Wege, sondern auch sehr viel Geld. Und quasi ganz nebenbei bekommen die Kinder Bildung, um später nicht in Armut leben zu müssen.

Quelle: Yolk: „Solar Cow Project“

Foto: YOLK


 

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1 Kommentar

  1. Ich finde die Solarkuh eine tolle Idee-
    Könnte ein Leuchturmprojekt für nachhaltige lokale Stromerzeugung, für ein neues Bildungs-,Umwelt und Energiesystem stehen!
    Denke ist aber leider nur ein Tropfen auf den heißen Stein – aber wenigstens das, steter Tropfen höhlt auch den Stein!!!

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