Fotocredit: Pixabay/epicantus
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Vor allem in Wien und in den Städten legen die Menschen ihre Alltagswege gern zu Fuß zurück. Das ergab eine Studie im Auftrag des VCÖ.

Zu Fuß gehen ist gesund, gratis und klimafreundlich. Das ist zum Glück auch vielen Österreicherinnen und Österreichern bewusst. Rund zwei Drittel legen ihre Alltagswege mehrmals pro Woche zu Fuß zurück, wie eine Umfrage jüngst ergab, die der VCÖ in Auftrag gegeben hatte.

Rund 66% der über 14-Jährigen gehen mehrmals pro Woche zu Fuß zur Arbeit, zum Einkaufen oder zu ihren Freizeitaktivitäten. Weitere 18% legen diese Wege mehrmals im Monat zu Fuß zurück. Dabei ergab sich in der Umfrage ein deutlicher Unterschied zwischen Stadt und Land beziehungsweise kleineren Orten. Nie oder selten zu Fuß gehen hingegen 7 beziehungsweise 10% der Menschen in Österreich.

Während in kleineren Orten (bis 10.000 Einwohner) 58% der Menschen häufig zu Fuß unterwegs sind, sind es in Städten über 10.000 Einwohner 67% und in Wien sogar 78%. Den Grund dafür sieht der VCÖ darin, dass in kleinen Gemeinden die Nahversorger oft außerhalb des Ortskerns angesiedelt sind und Verkehrsverbindungen abseits vom Pkw fehlen. Auch Gehwege zwischen Siedlungen und dem nächsten Ortsgebiet würden fehlen. Stattdessen fänden die Einwohner Freilandstraßen ohne baulich getrennte Gehwege vor, die wenig einladend fürs Zu-Fuß-Gehen sind. Anreize schaffen können in Städten hingegen verkehrsberuhigte Zonen sowie längere Grünphasen für Fußgänger an den Ampeln.

Dabei wäre das Potenzial groß. Von den täglich knapp elf Millionen Autofahrten in Österreich, sind mehr als eine Million in Gehdistanz. Zudem möchte rund ein Drittel der regelmäßigen Autofahrerinnen und Autofahrer in Zukunft häufiger zu Fuß gehen.

Quelle: „Zwei Drittel von Österreichs Bevölkerung legen Alltagswege häufig zu Fuß zurück“;

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