Es wird wieder kälter, die Tage langsam wieder dunkler. Ein schönes Sonntagsessen mit der Besten Freundin hilft.

Da man ja zu dieser Jahreszeit nicht mehr bei warmen Temperaturen und bei Sonnenschein unter einem herrlich blauen Himmel auf einer Wiese herumliegen kann, sondern schön langsam nur noch von Dämmerlicht umgeben ist, fällt einem bald wieder ein, wie viel Zeit unseres Lebens wir als Mitteleuropäer eigentlich in Dunkelheit verbringen. Bis uns die Dunkelheit aber schließlich ganz und vollends einnehmen und bis in alle Ewigkeiten verschlucken wird, sollte man noch die letzten quasi warmen und sonnenreichen Herbsttage genießen. Die Fenster öffnen, die bereits leicht kalte Herbstluft in die Wohnung oder in Haus lassen.

Gegen diese Endzeitstimmung und damit einem nicht zu schwer ums Herz wird, habe ich mir eine gute Strategie zurecht gelegt: Kochen mit der Besten Freundin. Mindestens einmal im Monat kommt sie entweder zu mir oder wir zu ihr. Unsere Kinder kennen sich schon seit immer und zum Glück verstehen sie sich auch sehr gut. Das heißt, an dieser Front ist für Ruhe gesorgt. Und wir? Wir kochen. Besser gesagt, meistens werde ich bekocht. Und das ist eigentlich wirklich das Besondere an diesen Treffen. Ich koche ja sowieso ständig für andere und daher ist es für mich auch mal ganz wunderbar in den Genuss des bekocht werden zu kommen. Man kann die Kinder auch immer ganz super für niedere und einfache Tätigkeiten einsetzen, so sammeln sie Erfahrung rund um den Umgang mit Lebensmitteln und bekommen gleichzietig die Möglichkeit sich am Kochprozess zu beteiligen. Das alles führt zu einem natürlicheren Umgang mit Ernährung im Allgemeinen.

Unser heimlicher Küchenheld ist ja im Grunde Yotam Ottolenghi. Wir lieben beide seine Art der Küche und es gab auch noch nie ein Rezept, das nicht geschmeckt hat. Dieses Mal haben wir aus dem Buch „Plenty“ gekocht. Butternusskürbis mit Kräuter- Parmesankruste und karamellisiertem Fenchel. Und wenn ihr euch fragen solltet, ob Kinder sowas überhaupt gerne essen, kann ich nichts Gegenteiliges behaupten. Denn das was man selber gekocht hat, isst man auch gerne.

Parvin Razavi

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