Sogenannte Mockbuster sind abgekupferte Billigversionen von Kino-Blockbustern. Mit Trash hat auch der Muckbuster zu tun. Der britischen Firma SeaB Energy geht es allerdings nicht um die Produktion sondern um Beseitigung…

Sogenannte Mockbuster sind abgekupferte Billigversionen von Kino-Blockbustern. Mit Trash hat auch der Muckbuster zu tun. Der britischen Firma SeaB Energy geht es allerdings nicht um die Produktion sondern um Beseitigung und Recycling.

Beim „Muckbuster“ handelt es sich um eine mobile Biogasanlage. Biomüll kann damit schnell und günstig, ohne großen baulichen Aufwand in elektrische Energie oder Heißwasser umgewandelt werden. Außerdem kann der „Muckbuster“ noch organischen Dünger herstellen und die Rückstände, der trockene Mulch, kann als Lagerstreu in Ställen verwendet werden.

Die Anlage verwendet Bakterien um die organischen Materialien abzubauen und Methan zu produzieren. Durch die Verbrennung des Gases kann Strom erzeugt werden. Diese Technologie wurde bisher bei großen landwirtschaftlichen Betrieben oder auf Müllplätzen eingesetzt.

SeaB Energy hat diese Methode im Kleinen umgesetzt. Der gesamte Prozess findet in einem Transportcontainer statt. Der „Muckbuster“ kann mit einer täglichen Zufuhr von 400 Litern Biomüll insgesamt 55.000 kWh Strom im Jahr generieren. Ein durchschnittlicher Haushalt in Österreich verbrauchte im Jahr 2007 rund 4.417 Kilowattstunden. 400 Liter Biomüll werden täglich von 10 Kühen oder Pferden erzeugt. In Deutschland werden pro Tag beinahe 4.500 Tonnen Lebensmittel weggeschmissen.

Die kleine Version des „Muckbusters“ kostet rund 110.000 Euro, das größere Modell kommt auf etwa 340.000 Euro. In jedem Fall rechnet sich die Investition laut der Herstellerfirma in rund drei Jahren. SeaB Energy will mit dem Vertrieb vor allem Betriebe erreichen, die große Mengen an Müll produzieren, also Supermärkte, Schulen oder Spitäler. Die Nutzung für Wohnblocks oder in Reihenhaussiedlungen scheint aber ebenso möglich, die Anlage arbeitet geruchsneutral.

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