Wer sich wirklich für Fahrräder – oder noch spezieller, für Falträder und Klappräder – interessiert, kommt am Namen Moulton nicht vorbei.

Dr. Alexander Eric Moulton. Der Entwickler der berühmten Zweiräder ist am 9. Dezember 2012 im Alter von 92 Jahren verstorben. Zu Lebzeiten hat der britische Konstrukteur seit den 1960er-Jahren den Kurs der Fahrradindustrie massiv beeinflusst.

Es waren die Suez-Krise und in der Folge die Benzin-Rationierung in Großbritannien, die Moulten dazu brachten, sich intensiv mit der Konstruktion von Fahrrädern auseinanderzusetzen. Sein Ziel: einen fahrbaren Untersatz zu schaffen, der wenig Platz beanspruchte und ohne fossile Energie auskam.

1959 entstand sein erster Moulton-Prototyp “Monocoque”, 1962 präsentierte er sein Velo mit 16 Zoll Hochdruckreifen der Öffentlichkeit. Man glaubte allgemein: Kleine Reifen sind langsame Reifen. Ein Irrtum, wie man heute sehr wohl weiß.

Aber es war nicht nur das platzsparenden Design, das die Moulton-Konstruktionen auszeichnete, sondern auch innovative Federungen und eine ganze Reihe weiterer cleverer Überlegungen.

Die Geschichte seiner Entwicklungen füllt ganze Bücher. Und Moulton Fahrräder bleiben auch nach dem Tod ihres “Vaters” ein Fixstern im Fahrrad-Universum.

Moulton-Räder gibt es in zahlreichen verschiedenen Varianten. Sie sind spezielle Konstruktionen für Kenner und Liebhaber. Und sie gelten haltbares, langlebiges, widerstandsfähiges und praktisches Ergebnis besonderer Handwerkskunst.

Video (BBC-Beitrag in englischer Sprache)