Wer kennt sie nicht – die stylischen Kaffeeautomaten und die hübschen bunten Kapseln, die höchsten Kaffeegenuss versprechen. Mittlerweile zum stylischen Designobjekt avanciert schmücken sie so manche Küche, doch durch den hohen Verbrauch an Aluminium sind sie höchst umweltgefährdend.

Dass sich über die Umweltbilanz von Nespresso-Kaffeekapseln jedoch niemand so richtig Gedanke macht, zeigen die steigenden Gewinne des Unternehmens. Satte 30 Prozent Wachstum pro Jahr schreib die Schweizer Nestlé-Tochter – kein Wunder wenn der Kaffee umgerechnet einen exorbitanten Kilopreis von € 60,- bis € 80,- Euro hat.

Die Herstellung von Aluminium

Aluminium ist leicht, rostfrei, einfach zu verarbeiten und seine Vorteile hoch umjubelt. Für die Herstellung jedoch werden große Mengen an Rohstoffen und Energie verbraucht.

Um den benötigten Rohstoff Bauxit zu gewinnen, werden Regenwälder gerodet und ganze Landstriche durch Staudämme unter Wasser gesetzt, um die nötige Energie aufbringen zu können.

Ebenso birgt die Herstellung von Aluminium Gefahren für Mensch und Umwelt, denn hochgiftige Abfallprodukte verseuchen Erde und Wasser. Erinnern Sie sich noch an die Umweltkatastrophe in Ungarn vor rund zwei Jahren? Bei dem Unfall in dem Aluminiumwerk traten große Mengen des toxischen Rotschlamms, der bei der Aluminiumproduktion entsteht aus. Der WWF prophezeite verheerende Langzeitschäden für Mensch und Umwelt.

Wie Nespresso sich grünwaschen will…

Natürlich weiß auch Nespresso, dass Konsumenten immer sensibler werden für ökologsiche und ethische Aspekte. So versucht man sich mit dem „Recyclingprogramm“ ein grünes Mäntelchen umzuhängen. „Die Kaffeekapsel ist zu 100 Prozent wiederverwertbar“ liest man es auf der Homepage von Nespresso. Doch das sieht in der Realität ganz anders aus, denn

  1. werden nur etwa 25% der Kapseln dem Recycling überhaupt zugeführt – hier wäre mehr Engagement der Konsumenten wünschenswert und
  2. werden bei der Wiederverwertung laut Berechnungen auch nur etwa 80% Energie eingespart

Eine positive Ökobilanz ist so bestimmt nicht zu erreichen…. Was George Clooney wohl darüber denkt?

Mehr Infos zur „Gefahr Aluminium

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