Kein Stahl, kein Zement, nicht einmal Holzbretter. Für die bewohnbaren Nester von Jayson Fann wird kein Baum gefällt. Als fester Wohnsitz dienen die Nester nicht, als Baumhausersatz aber allemal.

Jayson Fann baut riesige Nester, die Platz für bis zu acht Personen bieten. „Spirit Nests“ nennt er seine Behausungen, der Kalifornier ist Mitarbeiter des „Big Sur Spirit Gardens“ an der Pazifikküste. Die zum Bau benötigten Hölzer stammen ausschließlich aus den Wäldern der Region.

Das Sammeln der Hölzer ist ein aufwendiger Prozess. Die Äste werden sorgfältig ausgewählt und per Hand abgeschnitten. Bis zu fünf Tage dauert alleine das Holzsammeln um ein Nest zu bauen. Fann bevorzugt Eukalyptusholz, weil es Biegsamkeit und Robustheit vereint.

Größtes Hindernis beim Nestbau ist die Erzeugung einer fließenden organischen Form unter Bedachtnahme der Stabilität. Fann biegt dazu das Holz und benutzt Senkschrauben zur Fixierung. Die Schrauben bringt er an ausgewählten Stellen an, damit sie so gut wie nicht sichtbar sind, die Natürlichkeit soll bei den Nestern ja im Vordergrund stehen. Unter das Nest kommt eine Plattform, die 1.000 kg Holz und bis zu acht Menschen tragen kann. Nest und Basis werden verbunden, Inneneinrichtung und Leiter komplettieren den Bau.

Die Nester sind im Spirit Garden ausgestellt und dienen als interaktive Kunstwerke. Jayson Fann baut Nester verschiedener Arten auch nach Auftrag. Ein „Indoor Love Seat Nest“ kostet 4.000 US-Dollar, ein Nest für 20 Personen kommt auf 20.000 US-Dollar, exklusive Transportkosten.

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