Dass Holz erstklassiges Baumaterial ist, weiß man. Dass Baumhäuser die Phantasie anregen, auch. In Crossville, Tennessee (USA) hat Horace Burgess beides verbunden und das weltweit größte Baumhaus gebaut. Den Auftrag…


Dass Holz erstklassiges Baumaterial ist, weiß man. Dass Baumhäuser die Phantasie anregen, auch. In Crossville, Tennessee (USA) hat Horace Burgess beides verbunden und das weltweit größte Baumhaus gebaut. Den Auftrag dazu will er von Gott persönlich erhalten haben.

Ein Deal mit Gott?

Seit 1993 arbeitet und plant Horace Burgess an seinem Lebenswerk, das, seinen eigenen Angaben zufolge, von Gott selbst in Auftrag gegeben wurde: Burgess wurde berufen, ein Haus aus Holz zu errichten und im Gegenzug dafür solle es dem Bauherrn niemals an Material mangeln. Bisher scheint dieses Versprechen auch eingehalten worden zu sein. Bereits mehr als 250.000 Nägel wurden verbaut, das Haus übertrifft alle Erwartungen, und ein Ende ist bislang noch nicht in Sicht.

Anatomie des weltgrößten Baumhauses

Sechs Eichen tragen das gigantische Bauwerk, das mittlerweile zehn Etagen in die Höhe ragt. Eine stolze Gesamtwohnfläche von 3.000 m² soll das Innere des Baumhauses umfassen. Unabdingbar für ein Bauwerk im Auftrag des Herrn, befindet sich im Herzen des Riesenbaumhauses eine vollständige und funktionstüchtige Kirche. Doch nicht nur das: auf der 3. Etage gibt es einen Basketball-Platz und auf der 10. Etage erstreckt sich ein Penthouse. Selbstverständlich darf auch eine Kirchenglocke nicht fehlen – und die wiegt sogar eine halbe Tonne. Der Anblick des Meisterwerkes mutet auf den ersten Blick etwas chaotisch an, da Burgess mit recyceltem Holz arbeitet und sowohl moderne wie auch konventionelle Design-Elemente mischt.

Kein Ende in Sicht

Besichtigen kann man das Kunstwerk jederzeit, denn es steht für Besucher offen. Über die Motivation hinter dem gigantischen Bauwerk bleibt niemand im Unklaren: Selbst der Rasen vor dem Baumhaus ist zurechtgestutzt und trägt die Aufschrift „Jesus“. Der mittlerweile über 60-jährige Bauherr denkt auch noch lange nicht ans Aufhören und so bleibt das Bauprojekt „Baumhaus im Namen Gottes“ weiterhin lebendig- sofern das Holz nicht zur Neige geht.

Fotos: sssour

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