Die neuen Fahrzeuge sparen jährlich rund 189 Tonnen CO₂ ein, laden mit 100 % Ökostrom und werden an Standorten betrieben, die bereits über große Photovoltaikanlagen verfügen.

Die Österreichische Post macht beim Umstieg auf emissionsärmere Logistik den nächsten Schritt: Vier neue elektrische LKW von MAN gehen in Betrieb. Zwei davon erstmals in der Steiermark und in Tirol. Damit wächst die E‑Schwerfahrzeugflotte weiter, und die Post setzt ein deutliches Zeichen, dass Elektromobilität nicht nur in der Zustellung, sondern auch im Fern- und Regionaltransport funktioniert.

Premiere in Kalsdorf und Vomp

In den Logistikzentren Kalsdorf bei Graz und Vomp in Tirol übernehmen die neuen E‑LKW künftig Abholungen aus Postfilialen und Firmenstandorten und bringen Pakete und Briefe zu den jeweiligen Zustellbasen. Für beide Standorte wurden eigene Schnellladestationen errichtet, die ausschließlich mit österreichischem Ökostrom betrieben werden.

Auch in Wien wächst die Flotte: Zwei weitere Fahrzeuge ergänzen die bereits eingesetzten E‑LKW, insgesamt sind dort nun vier elektrische Schwerfahrzeuge unterwegs.

189 Tonnen CO₂ weniger pro Jahr

Mit den vier neuen Fahrzeugen ersetzt die Post ebenso viele Diesel-LKW. Laut Unternehmen spart das jährlich rund 189 Tonnen direkte CO₂‑Emissionen ein. Für die Post ist das ein weiterer Baustein ihrer Strategie, Transportwege Schritt für Schritt zu elektrifizieren, nicht nur im letzten Kilometer, sondern auch in der überregionalen Logistik.

Technik für Österreichs Topografie

Zum Einsatz kommt der MAN eTGS, ein elektrischer LKW, der für anspruchsvolle Strecken ausgelegt ist:

  • Sechs Batteriepacks mit 560 kWh Kapazität
  • Reichweite von rund 400 Kilometern
  • 400‑kW‑Elektromotor
  • Zuggesamtgewicht bis 44 Tonnen
  • Schnellladung von 20 auf 80 Prozent in etwa 90 Minuten

Damit eignet sich das Fahrzeug auch für hügelige und alpine Regionen. Das ist ein entscheidender Faktor für den Einsatz in Tirol und der Steiermark.

Laden mit erneuerbarer Energie und eigener PV‑Leistung

Die neuen Schnellladestationen an den Standorten werden ausschließlich mit Strom aus österreichischen erneuerbaren Quellen betrieben. Zusätzlich verfügen die Logistikzentren in Wien, Kalsdorf und Vomp über Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 9 Megawattpeak. Ein Teil des benötigten Stroms kommt also direkt vom eigenen Dach.

1,7 Millionen Euro Investition – unterstützt durch EU und Bund

Die Post investiert über 1,7 Millionen Euro in Fahrzeuge und Ladeinfrastruktur. Gefördert wird das Projekt über das Programm „Emissionsfreie Nutzfahrzeuge und Infrastruktur (ENIN)“, getragen von der EU, dem Klimaschutzministerium und der FFG.

Ein Schritt Richtung emissionsärmere Transportlogistik

Die Post testet E‑LKW bereits seit 2024 im Alltag, unter anderem auf der Strecke zwischen Wien-Inzersdorf und dem Flughafen Wien. Die positiven Erfahrungen bilden nun die Basis für den Ausbau in drei Bundesländern.

Für die Steiermark und Tirol ist es der erste Einsatz elektrischer Schwerfahrzeuge im Postbetrieb und ein Hinweis darauf, wie sich der Gütertransport in den kommenden Jahren verändern könnte.


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Bild: Österreichische Post AG