Bereits in der Antike verfügte diese Stadt über ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem.

Petra ist eine Stadt in der jordanischen Wüste, die während langer Zeit die Hauptstadt der Nabatäer war. Heute gehört die Stadt mit ihren in den Fels gemeißelten Bauwerken und Grabkammern zum UNESCO Weltkulturerbe. Ihre große Blütezeit hatte Petra zwischen 500 vor Christus und 300 nach Christus, zu dieser Zeit war sie eine bedeutende Handelsstadt. Zwei wichtige Handelsrouten führten direkt an der Stadt vorbei, die Route die Händler am Weg vom Roten Meer nach Damaskus zurücklegten und die Route vom Persischen Golf nach Gaza. Nach wochenlangen Reisen durch die Wüste kehrten die Händler hier ein. Obwohl mitten in der Wüste gelegen war Petra berühmt für seine üppigen Gärten mit seinen riesigen, luxuriösen Schwimmbecken und Springbrunnen, die Ruhe und Erfrischung versprachen.

Dass die Stadt eine grüne, wasserreiche Oase war, ist dem ausgeklügelten Bewässerungssystem zu verdanken, über das die Stadt verfügt. Bei Ausgrabungen haben Archäologen Aquaedukte, Leitungen, Sammelbecken und ein unterirdisches Kanalsystem gefunden. Dieses 2000 Jahre alte System ermöglichte es den Nabatäern Wasser aus der Ein Brak Quelle in den Hügeln vor der Stadt ins Zentrum zu leiten. Außerdem konnte man jeden Tropfen Niederschlag der in der Umgebung der Stadt fiel in Zisternen sammeln und ebenfalls in die Stadt leiten.

Erst langsam beginnen die Archäologen zu verstehen, wie komplex das Wassersystem der Stadt eigentlich war. Es ermöglichte den Stadtbewohnern sich mitten in der Wüste mit ausreichend Trinkwasser zu versorgen und sogar üppige Gärten anzulegen. Diese Gärten, wie auch die Schwimmbecken und Springbrunnen sollten natürlich auch den Reichtum und die Macht der Stadt demonstrieren. Der Reichtum der Stadt gründete sich darin, dass die Händlerkarawanen für ihren Aufenthalt in Petra hohe Preise bezahlen mussten. Außerdem wurden von ihnen Geschenke für den König und die Priester der Stadt verlangt. Da Waren, vor allem Gewürze und Parfums, aus dem Orient in Europa ein gutes Geschäft waren, konnte es sich die Händler leisten diese Preise zu bezahlen.

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Bild: Berthold Werner

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